Alte Dame ist wieder im Oberhaus

Nach dem Manipulationsskandal im letzten Jahr musste Juventus Turin in die zweite Liga absteigen. Trotzdem blieben etliche Stars der "Alten Dame" auch in der Serie B treu. Zusammen wollten sie den Karren aus dem Dreck ziehen. Dabei verzichteten sie anscheinend auf eigene persönliche Ansprüche, indem sie diesen Weg gingen. In den letzten Wochen fuhr die hochkarätige Mannschaft Siege in Serie ein und wird nun direkt in die Serie A zurück kehren. Da wollen die Turiner auch gleich wieder um den Meistertitel mitspielen. Trotzdem werden einige Spieler den Verein verlassen. Doch nicht nur die, auch der Trainer geht von Bord.

Didier Deschamps gab nach der gelungenen "Mission Wiederaufstieg" seinen Rücktritt zum Saisonende bekannt. Über die wahren Gründe dieser Trennung wird nur spekuliert. So sollen Differenzen zwischen dem derzeitigen Trainer und der Klubführung bestehen. Deschamps scheint mit der geplanten Transferpolitik der Italiener nicht einverstanden und die Führungsriege des Vereins konnte sich mit der Art des Franzosen nicht anfreunden. Dabei sicherte er mit seiner Mannschaft zwei Spieltage vor Saisonende den Meistertitel in der Serie B. Trotzdem folgte die Trennung "in beiderseitigem Einvernehmen". Als Nachfolger für Deschamps sind Real Madrids Trainer Fabio Capello, Marcello Lippi, Gianluca Vialli, Delio Rossi und Walter Novellino im Gespräch. Deschamps hingegen soll den Trainerposten bei Olympique Lyon wechseln.

Gehen wird hingegen wohl Gianluca Buffon. Wenn auch nicht zum AC Mailand. Dort war der Nationaltorhüter zunächst ins Gespräch gebracht worden. Ein Wechsel schien ziemlich klar zu sein. Nach dem Gewinn der Champions League ruderte Präsident Silvio Berlusconi zurück. Er sei mit seinem Stammkeeper Dida zufrieden. Mit dem Brasilianer hätte der AC einen erstklassigen Torwart zwischen den Posten. Doch für einen Spieler wie Buffon wird sich sicherlich ein Abnehmer finden. Wenn er denn wechseln wird. Dabei käme ein Transfer ziemlich überraschend. Noch vor einem Jahr hatte der umworbene Buffon medienwirksam verlauten lassen, dass er dem Absteiger treu bleiben würde. Für einen Nationaltorhüter eine ungewöhnliche Entscheidung, die nur aus Liebe zu einem Verein möglich sein sollte. Doch nun diese Wechselgedanken, wo der Keeper wieder erstklassig spielen darf.

Doch auch ohne Buffon wird die "Alte Dame" eine schlagkräftige Mannschaft in die Serie A 2007/2008 schicken. Der Meistertitel scheint möglich. Torjäger David Trezeguet, Kapitän Alessandro Del Piero (Torschützenkönig in spe mit bisher 20 Toren) und Mittelfeldmotor Pavel Nedved bleiben im Norden Italiens. Das Verteidiger-Duo Robert Kovac und Igor Tudor hängen wohl auch eine weitere Saison hinten dran. Neu zum Team stoßen bisher Hasan Salihamidzic (von Bayern München) und Zdenek Grygera (Ajax Amsterdam). Das Grundgerüst steht. Zudem kann Juventus über eine Vielzahl (13!) von ausgeliehenen Spielern entscheiden, die im Sommer offiziell nach Turin zurück kehren müssten. Darunter so klanghafte Namen, wie Fabrizio Miccoli (Benfica Lissabon), Allesio Tacchinardi (FC Villareal), Manuele Blasi (AC Florenz) und Olivier Kapo (UD Levante). Zudem sollen 40 Millionen in neue Spieler investiert werden. Ganz oben auf der Wunschliste steht dabei Mohamed Sissoko (FC Liverpool). 

3 Meinungen

  1. Wie stark sie dann immer noch sind wird sich zeigen! Ich glaub eher das das ein wenig großer Erfolg wird!Beste Grüße Michi

  2. Allerdings glaube ich, dass Juve im Sommer auf dem TM noch nachlegen wird ;)Inter traue ich keine ähnliche starke Saison zu. Es wird wohl ein Zweikampf zwischen Milan und Juve werden…Gruß, Andre

  3. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.Buffon bleibt nun doch. Dafür gehen Robert Kovac (zu Dinamo Zagreb) und David Trezeguet. Der Stürmer, der in dieser Saison 15 Mal erfolgreich war sagte: „Es gibt keine Hoffnung, dass ich bei Juventus bleibe“.Buffon hätte man ersetzen können (genügend starke Torhüter, z.B. noch immer Hildebrand), einen Ersatz in der Innenverteidigung für Kovac kriegt man auch aufgetrieben, aber einen Goalgetter a la Trezeguet zu finden wird extrem schwer…

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