Affenbrotbaum Pflege: So haben Sie lange Freude an ihrer Adansonia

Affenbrotbaum

Der Affenbrotbaum ist ein dankbarer, robuster Baum, der es auf kargen Böden und bei größter Hitze aushält. Seine ursprüngliche Heimat ist Madagaskar – er ist aber auch in den Steppen und Wüsten Senegals und Tanzanias und in vielen Landstrichen Afrikas und Asiens verbreitet. Für die Einheimischen ist der Baum ein Geschenk der Götter: seine großen, bombenartigen Früchte sind nahrhaft und enthalten viele Kalorien, Eisen und Vitamin C.

Der Baum des Lebens

Die Affenbrotbaum Pflege ist sehr einfach. Der Baum benötigt kaum Wasser und speichert  Regenwasser und Tau in seinem Stamm für lange Zeit als Vorrat. Er wird in seiner Heimat auch „Baum des Lebens“ genannt und kann bis zu 4.000 Jahre alt werden – eine Persönlichkeit, wie die uralten Riesenzypressen in den nordamerikanischen Wäldern der Westküste. Sein grau-silbriger Stamm erinnert mit seinen Furchen und seiner fleischigen Beschaffenheit an die Beine von Elefanten. Ein kräftiger Baum, der es aber auch als „Bonsaiform“ in die Wohnzimmer des Westens als Zimmerpflanze geschafft hat. Der Affenbrotbaum trägt auch den Kosenamen Flaschenbaum, eben wegen seiner Fähigkeit, so viel Wasser aufzunehmen. Ein ausgewachsener Affenbrotbaum kann bis zu 140.000 Liter Wasser speichern.

Gern verwechselt – Affenbrotbaum und Geldbaum

Oft wird die in Deutschland als Zimmerpflanze verbreitete afrikanische Crassula – auch bekannt als Geldbaum oder Pfennigbaum – fälschlicherweise als Affenbrotbaum bezeichnet. Sie besitzt zwar auch einen fleischigen, kräftigen Stamm und kann in den dicken Blättern viel Wasser speichern, gehört aber zu einer völlig anderen Pflanzenart – nämlich den Dickblattgewächsen. Der Affenbrotbaum oder Baobab gehört dagegen zu den Malvengewächsen. Affenbrotbaum heißt er so, weil deutsche Weltenbummler für exotische Pflanzen ihre eigenen Bezeichnungen gefunden haben. Da Affen die harten und eiförmigen Früchte lieben, nannten die deutschen Botaniker den Baum eben Affenbrotbaum. So gibt es den Leberwurstbaum oder den Taschentuchbaum – alles Namen, die in der Heimat der Gewächse niemand kennt und die Fantasie deutscher Reisender anregten. Die richtige botanische Bezeichnung lautet für den Affenbrotbaum aber auf lateinisch Adansonia digitata nach seinem französischen „Entdecker“ Michel Adanson, der 1749 nach Senegal reiste und von den mächtigen Bäumen fasziniert war. In Afrika kennt man den Affenbrotbaum als Baobab.
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Baobabs kommen in verschiedenen Formen und Gattungen vor. In Afrika lebt nur eine Art – in Madagaskar sechs verschiedene. Auch in Australien kommen Affenbrotbäume vor. Wie viele Bäume, die extreme Wetterbedingungen aushalten und Dürre und Regenzeiten überstehen müssen, ist der Affenbrotbaum eine anpassungsfähige Pflanze und sieht je nach Standort, Alter und Umweltbedingungen immer wieder anders aus. Nach längerer Regenzeit sprießen die Blätter, er blüht in großen weißen Blüten und bekommt bis zu 18 Zentimeter große mangoartige Früchte, die an lianenartigen Stil am Baum baumeln. In der Trockenzeit wirft der Baum die Blätter ab und ernährt sich vom gespeicherten Wasser, das sich in seinem Stamm befindet.

Baobab zu Hause – ein pflegeleichter Exot

Die Affenbrotbaum Pflege ist auch in der Wohnung keine große Herausforderung. Nur der Anfang ist wie aller Anfang etwas schwer. Die Anzucht erfolgt über Samen, die man vorquellen lassen muss und dann in feuchter und warmer Erde innerhalb von 3 bis 7 Wochen zum Keimen bringt. Bis sich genug Wurzeln bilden, vergehen noch weitere 4 bis 6 Wochen. Erst dann bildet sich auch oberirdisch die Pflanze weiter und wächst zu einem Bäumchen heran. Der Baum kann als echter Afrikaner auch in der prallen Sonne stehen – er liebt es hell und warm. Die Jungpflanzen müssen häufig gegossen und die Erde feucht gehalten werden. Wenn der Baum etwas an Reife gewonnen hat, kann er ruhig längere Trockenperioden einhalten – ideal für Menschen, die selbst gern länger verreisen. Die Affenbrotbaum Pflege kann man aussetzen und der Exot verzeiht dem Gärtner auch die Abwesenheit. Denn der Stamm mit dem weichen Holz speichert das Wasser. Düngen kann man alle 4 bis 6 Wochen. In der Trockenzeit lässt die Pflanze mitunter die Blätter fallen, das muss einen aber nicht besorgen. Während dieser Phase sollte man nicht düngen und abwarten. Der Baum erholt sich wieder. Im Winter sollten die Bäume viel Licht bekommen und dürfen nicht Temperaturen unter 15°C ausgesetzt werden. Die feinen Wurzeln dürfen nicht völlig austrocknen, denn dann würden die Bäume im Frühjahr, wenn sie eigentlich einen Wachstumsschub bekommen sollten, in ihrer Entwicklung stagnieren. Es gilt wie bei vielen Pflanzen – zu viel Liebe erdrückt nur, aber ohne Liebe geht es auch nicht. Wer seinen Baum des Lebens genau beobachtet und die jährlichen Trocken– und Regenzeiten einhält, kann ein Leben lang Freude an der exotischen Pflanze haben.

Tipps und Hinweise

  • In der Trockenzeit den Baum nicht düngen
  • Wenn Blätter abfallen, ist das kein Grund zur Besorgnis
  • Vorsicht, Verwechslungsgefahr! Ein Affenbrotbaum ist kein Geldbaum
Schwierigkeitsgrad:  

Foto: Thinkstock, iStock, satori13

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