29. Bundesliga-Spieltag: Rückblick

Der 29. Bundesliga-Spieltag bildete den Auftakt einer Fußballwoche, in der es im Endspurt der aktuellen Saison ganz entscheidende Resultate geben wird. Dreimal innerhalb von neun Tagen müssen die Teams der Eliteklasse ab den Ostertagen auf den Plätzen antreten. Wer dabei wichtige Punkte liegen lässt, läuft Gefahr, das Saisonziel in kurzer Zeit zu verpassen. Auf die beiden Spitzenmannschaften Borussia Dortmund und Bayern München trifft das bislang nicht zu. Sie marschierten am Ostersamstag im Gleichschritt voran. Während die Bayern sich beim 2:1 gegen Ausgburg etwas mühten, erledigten die Dortmunder durch das 3:1 beim wieder erstarkten VfL Wolfsburg ihre Aufgabe souverän. Der BVB beantwortete damit die fußballerischen und verbalen Kampfansagen der Bayern aus den letzten Wochen eindrucksvoll und bleibt drei Punkte vor dem großen Rivalen an der Tabellenspitze. Alles fiebert nun auf das große Duell der Borussia gegen die Bayern hin, das am Mittwoch in der Dortmunder Arena steigt.

Die Spiele der Euro-Fighter am 29. Bundesliga-Spieltag

Große Träume zerplatzten in der vergangenen Woche bei Hannover 96 und dem FC Schalke 04. Beide schieden gegen ihre spanischen Konkurrenten in der Europa League aus und mussten die Hoffnung auf ein europäisches Endspiel begraben. Nun trafen beide Teams auf Schalke direkt aufeinander und es schien, als hätten die Gastgeber diese Enttäuschung deutlich besser verkraftet. Wenig deutete daraufhin, dass sie in Bilbao eine kraftraubende Partie absolviert hatten. Vielmehr war man den Niedersachsen in allen Belangen deutlich überlegen und siegte mit 3:0. Garanten waren neben einer souveränen Abwehrreihe wieder einmal die Topstürmer Raul und Klaas Jan Huntelaar, welche alle drei Treffer erzielten. Schalke kann sich nun des dritten Platzes fast sicher wähnen, welcher für die Champions League reicht und sich auf das große Derby gegen Dortmund freuen. In Hannover muss dagegen Aufbauarbeit betrieben werden, da im Kampf um eine erneute Europa-League-Qualifikation wichtige Punkte gelassen wurden. Eine 100%ige Leistungssteigerung gegen Wolfsburg ist Pflicht, wollen die „Roten“ nicht in wenigen Tagen alle Chancen verspielen.

Von Hannovers Niederlage profitierte in erster Linie der VfB Stuttgart, welcher mit 4:1 gegen den FSV Mainz 05 gewann und somit den fünften Platz erben konnte. Die Schwaben sind so etwas wie die Mannschaft der Stunde. Siebenmal in Folge ist man mittlerweile ungeschlagen und erzielte dabei in vier Spielen auch vier Tore. Bruno Labbadia hat offenbar seine Topformation gefunden, kann insbesondere mit der  Offensivabteilung zufrieden sein. Als Glücksgriff hat sich vor allem Neuzugang Vedad Ibisevic herausgestellt, der auch gegen Mainz zweimal traf. Zudem ist Martin Harnik ein Torgarant und die Langzeitverletzten Kuzmanovic und Schieber tragen ebenfalls eine Menge zu Stuttgarts Sturmpower bei. Wenn schließlich noch Glück wie beim unberechtigten Elfmeter, der das entscheidende 3:1 brachte, hinzukommt, muss man sich beim VfB wohl keine großen Sorgen um den Einzug ins internationale Geschäft machen. In Mainz bleibt man trotz des noch unsicheren 11. Platzes und nur 4 Punkten Vorsprung auf den 16. Rang noch ruhig. Die Leistung in Stuttgart war nach dem großartigen Auftritt in der Vorwoche in Bremen ordentlich und sollte in der Zukunft für die noch benötigten Punkte sorgen.

Krisenduelle in Hamburg und Köln

Bayer Leverkusen hat nach dem letztwöchigen Trainerwechsel am 29. Bundesliga-Spieltag zumindest die punktemäßige Talfahrt gestoppt und in Hamburg ein 1:1-Unentschieden erreicht. Damit bleiben die Rheinländer auf einem internationalen Tabellenrang. Sami Hyppiäs erster Auftritt als Cheftrainer war also zumindest teilweise erfolgreich. Andre Schürrle sorgte dafür mit seinem Treffer, der Mladen Petrics Elfmetertor aus der ersten Halbzeit egalisierte. Allerdings war das Spiel von beiden Mannschaften auf einem recht schwachen Niveau. Viele Abspielfehler prägten die Partie und lassen die Fans beider Teams nicht auf große Sprünge in den letzten Spielen hoffen. Vor allem für die Hamburger geht damit das Zittern im Tabellenkeller weiter.

Eine andere Entscheidung als in Leverkusen hatte es beim Tabellennachbarn aus Köln gegeben. Trainer Solbakken wurde trotz miserabler Leistungen seiner Elf in den letzten Wochen nicht entlassen und dessen Team dankte es ihm mit einem couragierten Auftritt im Heimspiel gegen ebenfalls kriselnde Bremer. Mehr als ein 1:1 kam allerdings auch in dieser Krisenpartie nicht heraus, weshalb Bremen weiterhin um die Europa League zittern muss und Köln auf dem Relegationsplatz 16 kleben bleibt. Völlig überraschend hatte Markus Rosenberg den SV Werder in Führung gebracht und Abwehrmann Jemal kurz vor der Pause nach einer Ecke ausgeglichen. Danach setzten die Kölner alles daran, noch zu gewinnen und waren dementsprechend unzufrieden mit dem Endergebnis.
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Unentschieden für weitere Abstiegskandidaten

Der SC Freiburg sammelt weiter fleißig Punkte, um die Klasse zu halten. Wenn man den Aufwärtstrend der Breisgauer seit Beginn des Jahres im Rückblick betrachtet, ist die Leistung von Trainer Christian Streich vor allem nach dem Abgang von Toptorjäger Papiss Demba Cisse kaum hoch genug zu betrachten. Im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg erwischte der SC sicherlich nicht seinen besten Tag und konnte dennoch nach einem 0:2-Rückstand am Schluss noch einen Zähler mitnehmen. Der in der ersten Halbzeit klar überlegene Club war durch Didavi und Pekhart in Führung gegangen. Für Freiburg trafen Caligiuri per Elfmeter und Cedric Makiadi. Die Nürnberger waren dementsprechend enttäuscht, da sie die große Chance auf einen Befreiungsschlag verpassten und sich zudem bei der Elfmeterentscheidung betrogen fühlten.

Ernüchterung gab es einmal mehr auch bei Borussia Mönchengladbach. Auch gegen Hertha BSC sprang wie in einigen vorherigen Duellen gegen Abstiegskandidaten nur ein Unentschieden heraus. 0:0 hieß es am Ende. Auch die Hertha konnte mit diesem otrdentlichen Ergebnis nicht besonders gut leben, da die meisten Konkurrenten ebenfalls gepunktet hatten und bei einigen Kontergelegenheiten ein Treffer hätte erzielt werden können. Hertha bleibt damit 17. während Gladbach sich bis zum Saisonende wohl mit Rang 4 begnügen muss, der in diesem Fall aber trotzdem als toller Erfolg gefeiert werden darf.
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Fast völlig hoffnungslos dürfen sich in der Zwischenzeit die Fans des 1. FC Kaiserslautern fühlen. Wieder kein Sieg, wieder ein Heimspiel verloren und dabei erneut gegen einen gar nicht besonders stark spielenden Gegner wie in diesem Fall die TSG Hoffenheim. Den FCK kann nach diesem 1:2 wohl nur noch ein Wunder retten. Selbst der neue Coach Krassimir Balakov räumte ein, dass die Planungen für die zweite Liga nun forciert werden müssten.

Eine Meinung

  1. Jawohl, danke für die sehr informative zusammenfassung. Ich Selbst bin Großer Leverkusen Fan und bin Froh das sie die Talfahrt doch endlich stoppen konnten. Kann ja nur Besserwerden. Los Jungs;)

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