28 Weeks Later – Und sie leben noch…

…Vor einem halben Jahr musste Don mit ansehen, wie seine Frau von Zombies zerfleischt wurde. Inzwischen hat sich Don in London im von den US-Streitkräften eingerichteten Sektor 1 ein neues Leben aufgebaut. Als Hausmeister des Sektors hat er Zugang zu sämtlichen streng bewachten öffentlichen Einrichtungen – und als Hausmeisterwohnung ein schickes Penthouse. Den Kindern fällt die Eingewöhnung schwer. Der zwölfjährige Andy vermisst seine Mutter. Er hat Angst, zu vergessen, wie sie ausgesehen hat. Obwohl es streng verboten ist, Sektor 1 zu verlassen, will Tammy ins elterliche Haus zurückkehren, um für Andy ein Foto der Mutter zu holen. Die Flucht ist ein Kinderspiel, was die Geschwister im Haus der Eltern erwartet, ist alles andere als für Kinder bestimmt. Alice (Catherine McCormack), Tammys und Andys tot geglaubte Mutter, hat überlebt, aber sie ist infiziert. Schnell verbreitet sich die Krankheit und verschont auch Don nicht…

Blutspritzendes Inferno

Was folgt ist ein Inferno, in dem das Blut nur so spritzt und das selbst hart gesottene Horrorfans zusammenzucken lässt. Eine Splattersequenz jagt die nächste, die Flucht der Geschwister vor den Zombies ist Nervenkitzel pur. Da stört es wenig, dass einige logische Löcher auftauchen und sich der Zuschauer fragen muss, warum Tammy und Andy so einfach aus der Hochsicherheitszone türmen können und warum Alice nach einem halben Jahr Maden zum Frühstück nur ein bisschen blass um die Nase ist. „28 Weeks Later" ist eben ein echter Horrorfilm und die sind nun einmal nicht immer logisch.

Danny Boyle als Produzent

Im Sequel des 2002 überaus erfolgreichen Horrorthrillers „28 Days Later" von Danny Boyle („Trainspotting", The Beach") führt diesmal nicht der schottische Thriller-Meister selbst Regie, sondern der Spanier Juan Carlos Fresnadillo („Intacto"). Seine Hände hat Boyle allerdings als Produzent weiter mit im Spiel. Nachdem Boyles „28 Days Later" weltweit 82 Millionen Dollar  einspielte, hängt die Latte für Teil 2 hoch. Doch Produzent Boyle kann sich auf das Können seines Regisseurs verlassen. Virtuos knüpft Fresnadillo an die Vorlage von Autor Alex Garland („The Beach") an. Er inszeniert „28 Weeks Later" noch brutaler und blutiger als Boyle „28 Days Later". Dieser Horrortrip setzt seine filmischen Akzente auch durch sozialkritische Elemente, so zum Beispiel ein Seitenhieb auf den fanatischen Krieg der USA gegen den Terror. Kein Zweifel: Fresnadillo hat seinen eigenen Weg gefunden, ebenso blutig wie kritisch.

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