Hundetherapie: Gesund mit Hund?

Die Hundetherapie stellt hohe Anforderungen an Mensch und Tier

Die alternative Medizin kennt etliche empfehlenswerte Therapieformen, aber die Therapie besticht durch ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und die zu erwartenden Erfolge. Sie hilft bei Depressionen, Demenz und nach einem Schlaganfall, bei fast allen psychischen Erkrankungen (auch und besonders bei Kindern und Jugendlichen), wie z.B. Zwangsstörungen. Sie hat sich bewährt bei Verhaltensstörungen, ADHS, Autismus und Phobien. Auf Grund ihrer feinen Nase helfen sie aber auch Epileptikern, indem sie das Nahen eines Anfalls anzeigen. Ebenso können sie bei der Krebsdiagnostik eingesetzt werden. Aber auch bei Wachkoma-Patienten konnte man einen positiven Einfluss wahrnehmen.

Hunde sind von Natur aus sehr kontaktfreudig und gehen auf den Menschen zu. Sie sind offen und zeigen
ihre Sympathie direkt, und sie bewerten den Menschen nicht. Ganz wichtig sind auch ihre Intelligenz, Lernfähigkeit und ihr kommunikatives Wesen. So sind sie also ganz besonders für eine tiergestützte Therapie geeignet.

An den Hund werden hohe Anforderungen gestellt, aber auch an seinen menschlichen Führer. Beide müssen eine spezielle Ausbildung absolvieren und der Hund muss außerdem noch ganz besondere Voraussetzungen erfüllen. Er muss absolut gehorsam sein und egal, was passiert, ruhig und und ausgeglichen bleiben. Eine hohe, soziale Kompetenz ist ebenfalls sehr wichtig.

Die alternative Medizin wartet mit vielen Therapien auf, insbesondere die Hundetherapie ist dabei sehr erfolgversprechend

Im „Zentrum für Seelische Gesundheit“ an der Klinik Marienheide läuft zur Zeit gerade eine wissenschaftliche Studie über die Hundetherapie im Zusammenhang mit Depressionen. Sie ist weltweit die erste ihrer Art und soll Aufschluss geben über die verschiedenen Auswirkungen, wie z. B. auf Stress, Angst, zu hohen Blutdruck, Schmerzempfinden u.v.m. Diese Studie könnte auch für die Kostenübernahme der Krankenkassen von Bedeutung sein.

Tiere machen gesund

In Deutschland wurde durch eine Studie mit Personen, die einen Schlaganfall erlitten haben, errechnet, dass die Krankenkassen bei den Patienten mit Haustieren, insbesondere Hunden, im Durchschnitt um die 2485 Euro im Jahr einsparen könnten.

In der Schweiz gab es eine Studie, die belegte, dass bei einem Krankenhaus-Aufenthalt Katzen- und Hundebesitzer drei bis neun Tage (je nach Erkrankung) früher nach Hause entlassen werden konnten.
Univ.-Prof. Dr. Kurt Kotrschal, Präsident des IEMT ( Institut für interdisziplinäre Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung) ist der Meinung, dass das Potenzial der Verbindung zwischen Mensch und Tier noch längst nicht ausgeschöpft ist.

Durch Tests wurde herausgefunden, dass autistische Kinder, wenn sie die Wahl haben zwischen Hund, Mensch und Spielzeug, eindeutig den Hund für einen Kontakt bevorzugen. Die Therapie scheint eindeutig das „Mittel“ der Wahl für das Trainieren der Kommunikation mit anderen Menschen zu sein.

Aber auch wenn es „nur“ darum geht, alte Menschen in Heimen zu besuchen und soziale Kontakte zu fördern und das allgemeine Wohlbefinden (psychisch und physisch) zu verbessern, sind Hunde unschlagbar.
Sehr viele Gründe sprechen also für die Hundetherapie als eine zusätzliche Möglichkeit, den Menschen in vielerlei Form zu helfen.

Weiterführende links:

Unabhängiges Portal für tiergestützte Therapie für Deutschland, Österreich und Schweiz
Hier finden Sie alle Informationen und Adressen.

Mehr Informationen zur Studie finden Sie auf dem Fachportal für Naturheilverfahren.

Sind Sie an einer Ausbildung interessiert? Der Deutsche Ausbildungsverein für Therapie- und Behindertenbegleithunde e. V. bietet als Dachverband
alle Informationen dazu.

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