„Zeitgleich“ und „gleichzeitig“ bedeuten nicht das gleiche!

Was die Zeit anbelangt herrscht häufig Verwirrung. So sagt man zum Beispiel im Osten Deutschlands „Viertel acht“ für „Viertel nach sieben“ also 19.15 Uhr. Doch bei manchen Wörtern, kann der Dialekt nicht als Ausrede dienen. Das ist aber manchmal auch gar nicht nötig, denn es gibt Zeitwörter, die werden in ganz Deutschland falsch verwandt. Ein Beispiel ist „zeitgleich“.


Wörter können nicht ohne Folge die Position tauschen

Mal ehrlich, es wäre schon komisch, wenn Komposita das gleiche bedeuten würden, wenn die Wörter die Seiten wechseln. Manche gibt es nicht: Wie Ohrmuschel und Muschelohr. Andere wiederum bedeuten etwas anderes: „Sportfan“ und „Fansport“ zum Beispiel.

Allerdings bilden Adjektive manchmal eine Ausnahme: Hähnchen süß-sauer schmeckt bestimmt genauso wie Hähnchen sauer-süß. Nur, dass letztere Schreibvariante ungebräuchlich ist. Meistens jedoch können auch Adjektive nicht die Seite wechseln: „Ich bin stinksauer“ würde ansonsten zu „Ich bin sauerstink“ und das wäre Quatsch.

Der Unterschied zwischen „zeitgleich“ und „gleichzeitig“

Das wird auch nicht anders, wenn man ein –ig hinten anhängt. Irgendwie logisch, dass auch „zeitgleich“ und „gleichzeitig“ nicht das gleiche bedeuten. Treffen zwei Menschen gleichzeitig an einem Ziel ein, passiert das wirklich zur gleichen Zeit. Schaffen sie eine Strecke zeitgleich, kann einer von ihnen das heute geschafft haben, und der andere bereits gestern. „Zeitgleich“ besagt lediglich, dass es sich um die gleiche Dauer handelte. Wann genau die Leistung stattgefunden erbracht wurde, ist irrelevant.


Bild: Pixelio, knipseline, 297590

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