Wutanfälle bei Kindern: Wie Sie als Eltern am besten reagieren

Wutanfälle bei Kindern sind nicht außergewöhnlich und Sie als Eltern sind da auch nicht alleine. Vor allem in der Vor- Kindergartenzeit befinden sich die lieben Kleinen in einer Entwicklungsphase, in der sie Ihre Grenzen austesten möchten. Sie wollen sich durchsetzen und beginnen so ihr Selbstbewusstsein zu bilden. Das ist normal, gut und richtig denn es wird ihnen später noch von Vorteil sein.

Für die Eltern könnte das etwas anstrengend werden. Wichtige Grundvoraussetzung ist aber, dass Sie diese Phase kennen und akzeptieren. Vom Charakter des Kindes ist es abhängig wie heftig und wie oft die Wut ausgelebt wird. Trotz allem können auch Sie besser oder schlechter darauf reagieren und so im Zweifelsfall unbewusst Eskalationen fördern.

Ein guter Elternratgeber für solche Situationen wäre also der, der ausschließlich für Ihr Kind geschrieben wurde. Schließlich ist jedes Kind anders. Ich kann Sie aber beruhigen. Es gibt auch allgemein gültige Methoden und Regeln wie Sie als Eltern Ihr wütendes Kind besser und schneller in den Griff bekommen. Nicht jede dieser Methoden wird bei jedem Kind den gewünschten Effekt haben, das bedarf es dann auszutesten. Doch das meiste funktioniert erstaunlich gut. Sie werden sehen.

Wutanfälle bei Kindern: So sollten Sie reagieren!

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Ruhig bleiben

Der beste „Trick von allen, aber auch der schwierigste, ist ruhig bleiben. Wir sind alle nur Menschen und haben Emotionen, die sich nicht immer so leicht unter Kontrolle bringen lassen. Sie sollten aber wissen, dass es nur sehr selten gelingt Lautstärke mit Lautstärke zu bekämpfen. Denn wenn Ihr Kind brüllt und Sie auch noch damit beginnen steigern sich alle Gefühle nur und niemand hat etwas erreicht, nur gewaltige Energieverluste sind die Folge. Trainieren Sie sich Gelassenheit an und lernen Sie Ruhe zu bewahren. Helfen Sie sich damit langsam bis zehn zu zählen bevor Sie reagieren, so kommen Sie von der Frosch- in die Adlerperspektive. Der Frosch reagiert nur, der Adler nimmt sich immer Zeit zu überlegen. Er steht im wahrsten Sinne des Wortes über den Dingen und entscheidet später aber besser. Ihr Kind wird die Sicherheit und Bestimmtheit, die Sie dadurch erlangen spüren. Wutanfälle bei Kindern lassen sich auch und vor allem durch Ihre innere Ausgeglichenheit steuern.

2

Nachgeben und stärken

Damit hätten Sie wahrscheinlich nicht gerechnet. Aber gerade in der Phase, in der sich das Selbstbewusstsein Ihres Kindes bildet, geben Sie auch ruhig einmal nach. Sie stärken und fördern Ihr Kind damit und Sie verwöhnen es nicht. Lassen Sie ihm seinen Willen, wenn es vertretbar ist. Es wird Ihnen kein Zacken aus der Krone fallen. Ihr Kind aber wird stolz darauf sein, dass man es ernst nimmt. Nichts anderes will es oft erreichen mit seiner Wut. Auch Sie können so Nerven sparen. Geben Sie entspannt die Verantwortung ab und lassen Sie Ihr Kind auch die Konsequenzen seines Handelns fühlen. Wenn es wütend wird, weil es keine Regenjacke anziehen möchte es aber regnet, erklären Sie ruhig, dass es unangenehm werden könnte aber es gerne einmal probieren kann ohne Regenjacke hinauszugehen. Meist kommt es schnell zurück um die Jacke zu holen. Achten Sie dann darauf nicht zu triumphieren. Lassen Sie es normal sein und geben Sie ihm die Jacke ohne viele Kommentare. Ihr Kind hat etwas gelernt und wird es sich merken. Hätten Sie im Vorfeld darauf bestanden, hätte die Situation viel mehr Nerven gekostet. Manchmal ist es vorteilhafter auf die Vernunft Ihres Kindes zu vertrauen.

3

Regeln und Angebot

Wobei Sie allerdings konsequent sein sollten, das ist die Einhaltung von Regeln. Diese müssen klar und deutlich definiert sein. Damit können Sie Wutanfälle bei Kindern bereits im Vorfeld unterbinden. Sollte es dennoch dazu kommen, dann gilt es konsequent zu bleiben und auf die Regeleinhaltung zu bestehen. Was Sie stattdessen aber tun können um Ihr Kind zu beruhigen ist ihm ein anderes Angebot zu machen. Möchte es beispielsweise nach dem Zähneputzen noch Süßigkeiten, dann verneinen Sie erst deutlich. Kinder können jede Unklarheit und Unsicherheit in der Aussage schnell wahrnehmen und nutzen jede Lücke um doch noch Ihren Willen zu bekommen. Deshalb sein Sie unmissverständlich. Oft reicht dann auch ein gutes Gegenangebot und die Lage beruhigt sich. „Morgen kannst du dafür die Nachspeise aussuchen, was möchtest du denn?“ Damit verschieben Sie auch den Fokus und ein anderes Thema wird interessant. Wenn sich Ihr Kind durch nichts beruhigen lässt müssen Sie einfach aushalten und auf die folgende Erschöpfung warten. Müdigkeit und Überbelastung sind oft ein Grund dafür. Suchen Sie allerdings nachher einen guten Moment um mit Ihrem Kind über seine Wut zu reden, vor allem dann wenn diese mit körperlichen Angriffen verbunden ist. Treffen Sie Absprachen und erklären Sie auch Ihre Gefühle dabei. Kinder verstehen mehr als wir Erwachsene denken. 

Schwierigkeitsgrad:  

2 Meinungen

  1. Eltern leben leichter, wenn sie ihr Kind sinngerecht erziehen. Plötzliche Wutausbrüche sind keine Seltenheit in der Trotzphase. Die oben genannten Tipps sind wirklich sehr wertvoll. Nehmen Sie am besten die Wut des Kinde auf und stärken sie sein Selbstbewusstsein. Und wenn ihr Kind vor Wut dann auch mal weint, ist das nicht so schlimm. Denn die Tränen machen das Kind bindungsfähiger. Dazu mehr in meinem Artikel, unter:http://www.elternlebenleichter.com/die-wichtige-funktion-der-trane/Lassen Sie ihr Kind sein Gefühlsrepertoir auch mit der Wut auffüllen. Es kann nicht schaden.Liebe GrüßeEvelin

  2. Eltern leben leichter, wenn sie ihr Kind sinngerecht erziehen. Plötzliche Wutausbrüche sind keine Seltenheit in der Trotzphase. Die oben genannten Tipps sind wirklich sehr wertvoll. Nehmen Sie am besten die Wut des Kinde auf und stärken sie sein Selbstbewusstsein. Und wenn ihr Kind vor Wut dann auch mal weint, ist das nicht so schlimm. Denn die Tränen machen das Kind bindungsfähiger. Dazu mehr in meinem Artikel, unter:http://www.elternlebenleichter.com/die-wichtige-funktion-der-trane/Lassen Sie ihr Kind sein Gefühlsrepertoir auch mit der Wut auffüllen. Es kann nicht schaden.Liebe GrüßeEvelin

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