Woran erkennt man Dresdner Porzellan?

Jedes Dresdner Porzellan ist mit einem Siegel aus den verschlungenen Initialen S und P versehen, unter welchem der Schriftzug Dresden angebracht ist. Das Siegel wird in blauer Farbe auf die geglühten Keramiken aufgetragen und anschließend mit einer Glasur überzogen. Nur auf manchen älteren Stücken ist das Zeichen auf der Glasur.

Das Original aus der Porzellan Manufaktur Dresden

SP Dresden steht für Sächsische Porzellan Manufaktur Dresden. Seit 1901 bzw. 1902 ist das Siegel amtlich registriert und weltweit geschützt. Die Porzellan Manufaktur Dresden hat die exklusive Erlaubnis vom Oberlandesgericht, den Ort Dresden als Dekorkennzeichnung zu führen. Das ergab ein Urteil in den 1970ern, als viele Keramiken mit ähnlichen Schriftzügen auf dem Markt kursierten. Aber ein Fälscher, der sich an Gesetze hält, wäre kein echter Fälscher.

Fälschungen von Dresdner Porzellan erkennen

Ob barockes Porzellan in Köln, Meißen oder Dresden, keine große Marke bleibt verschont. Es gibt mehrere Arten von Fälschungen, die man für echtes Dresdner Porzellen halten kann.

Weißes Porzellan:

Weiße Keramiken wurden von namhaften Herstellern mit Marken zur weiteren grafischen Bearbeitung abgegeben, die wie beim Dresdner Porzellan unter der Glasur angebracht sind. Oft wurden diese weißen Keramiken mit Darstellungen der Originale oder von historischen Vorlagen bemalt. Dies war für Exemplare, welche die Qualitätsansprüche nicht erfüllte und dennoch verkauft werden sollte, gängige Praxis. Enttarnende Stilfehler und eine abweichende Materialverarbeitung können sich nur vor dem Keramikexperten verraten.

Legale Nachahmungen:

Viele kleine Hersteller von Porzellan haben ganz legale Keramiken produziert, diese aber mit Siegeln versehen, welche berühmten Marken zum Verwechseln ähnlich sind. Die Meißener Schwerter wurden unzählige Male von deutschen, englischen und französischen  Manufakturen in ihren Logos abgewandelt, weil die Marke Meißen so begehrt ist und war. Eine Firma, Samson in Paris, verwendete sogar die Unterglasurtechnik und druckte die eigene Marke auf die Keramikstücke. Entfernte der geschickte Fälscher die Marke Samson, so erhielt er Porzellangeschirr, das mit den von Samson imitierten Originalen beinahe identisch war.

Alte Marken:

Auch kommt es vor, dass auf Porzellan ohne Marken- und Herstellerangabe alte Manifakturmarken auifgetragen werden. Hinter einem alten Stil mit alter Marke kann ein Jungexemplar stecken, das nur ein altes Erscheinungsbild haben soll.

Wer über die Echtheit seines Porzellans im Unklaren ist, sollte sich an einen Experten wenden, so er die in Zweifel gezogenen Schrankschätze nicht selbst eindeutig als Fälschungen erkennen kann.

Eine Meinung

  1. Wieder was gelernt über meine Heimat!

Schreiben Sie Ihre Meinung

Ihre Email-Adresse wird Mehrere Felder wurden markiert *

*

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.