Military Style: Wie stylt man den uniformen Look am besten?

Balmain hat schon vor einiger Zeit den Startschuss gegeben, doch diese Saison wird der Military Style noch einmal etwas strenger. Die romantische Art wird durch Geradlinigkeit ersetzt und triumphiert mit Eleganz und Klasse. Der Military Look ist zurück und wird in seinem dunkel, düsteren Gewand die Mode im Herbst ganz schön umkrempeln.

Military Style – Wie kombiniert man ihn?

Der Military Look, man muss es leider zugeben, ist nicht für jeden Typen gemacht. Er wirkt oftmals sehr hart und kann daher eine sehr burschikose und rustikale Frau unvorteilhaft unterstreichen. Gerade die gegenteiligen Typen, wie sehr feine Gesichter und zierlichere Körper, harmonieren optimal mit dem strengen Look. Doch auch weibliche Kurven, wie zum Beispiel die von Rihanna oder Beyonce, stehen im Gegensatz zu dem eigentlichen Bild der Militärkleidung und können den Look daher perfekt tragen. Der Style erlebt eine Renaissance und wir beweisen im Herbst, dass auch Frauen in der Soldaten-Kluft durchaus sexy wirken können.

Den Military Style kann man ganz einfach kreieren – Man nehme ein paar schwarze Schnürstiefel, eine Jeans, Chino oder Lederröhre und paare dieses mit einem gestreiften Shirt und einer auffälligen Offiziersjacke. Diese sollte am besten mit Doppelreiher, Schulterklappen, Fransen und Orden ausgestattet sein. Als Accessoires passen die typischen schwarzen oder olivgrünen Umhängetasche, Nietengürtel und Kragenbänder. Die Herbstmode wird, im Gegensatz zu den damaligen Entwürfen von Balmain, klassisch und schlicht. Strasssteine und andere aufwertende Details sind in diesem Jahr nicht mit von der Partie, dafür dürfen wir mit Gold und Silber protzen.

Die anziehende Wirkung der Militärkleidung und vor allem von Uniformen ist schon seit Ewigkeiten bekannt, denn sie strahlen Macht und Selbstbewusstsein aus. Hoffen wir stark, dass sich diese Erkenntnisse auch in der Mode bestätigen.

Die Farben

Die Farben des Military Styles drehen sich in der Herbstmode um Olivgrün, Schwarz, Grau, Enten- und Dunkelblau. Klingt ziemlich düster, ist es auch. Doch man kann die Mode mit weißen Details, wie einer Jeans oder einer Bluse aufwerten. Und wieso nicht einmal düster sein, der Herbst ist ja schließlich bunt genug.

Gleichschaltung oder modische Entfaltung?

Der eigentliche Sinn der Kleidung wurde beim Military Look in den Hintergrund gestellt, sozusagen romantisiert. Doch gleichzeitig stellt sich für mich die Frage, ob Soldaten, Krieg und Gleichschaltung einen solchen Charakter bekommen sollten.

Obgleich die Mode nun auf den Laufstegen, im Gegensatz zu den 60er Jahren, als der Military Look das erste Mal aufkam, nackt ohne Hintergrund oder Botschaft steht, die Militärkleidung kann auch als Auflehnung interpretiert werden. Denn die Gleichschaltung ist nicht vergessen, sie lebt im Untergrund, hinter der Mode weiter. Und auch wenn die Menschen zu oft glauben, dass sie sich längst aus der Gleichschaltung befreit haben, müssen sie nun merken, dass sie immer noch Gefangene sind.

Eigentlich eine geniale Idee. So würden die Modedesigner mit ihrer Mode den Menschen ihren eignen Irrglauben, ihre unbewusste Anpassung und vor allem ihre bedingungslose Aufgabe ihrer modischen Individualität vor Augen führen. Ob es nun wirklich so gemeint ist, das wage ich zu bezweifeln. Zumindest bringt der Trend mal wieder etwas Abwechslung in den Kleiderschrank und löst mit auffälligen goldenen Details, die sonst oftmals so langweilige Stimmung des Herbstes ab.

Military Style – Wo kann man ihn kaufen?

Die Kleidung im Offiziers Style kann man mittlerweile eigentlich überall kaufen. Ob bei H&M, Zara oder teuren Designern, zum Herbst wird man in jedem Fall fündig. Marc Jacobs hat zum Beispiel atemberaubend schöne Offiziersjacken entworfen, aber auch Ralph Lauren hat zum Herbst den richtigen Riecher in Sachen Military Look. Schon ab ca. 200 Euro kann man einen ansprechenden Look zusammenstellen.

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