Wissenswertes über die Tennis-Weltrangliste der ATP

Die Weltrangliste der ATP soll Aufschluss darüber geben, wer die zurzeit besten Tennisspieler sind. Um eine Reihenfolge zu bilden, werden bei Turnieren erspielte Punkte zusammengezählt. Die Rangliste beeinflusst unter anderem, welche Spieler bei Turnieren gesetzt sind. Akteure, die in der Rangliste gut platziert sind, können bei vielen Wettbewerben erst in späteren Runden aufeinandertreffen. Bis im Jahre 2008 existierten im Herren-Tennis zwei verschiedene Ranglisten parallel zueinander: das Champions Race, das mittlerweile eingestellt wurde, und das Entry-System.

Zwei unterschiedliche Weltranglisten: ATP-Ranking und Champions Race

Die ursprüngliche Tennis-Weltrangliste existiert seit 1973. Sie berücksichtigt stets die Ergebnisse der vergangenen 52 Wochen. Im Jahr 2000 führte die ATP dann zusätzlich das Champions Race ein, das nur die Resultate der aktuellen Saison in die Wertung mit einbezog und daher vor allem am Anfang eines Jahres nur bedingt aussagekräftig war. Aus diesem Grund führte man parallel dazu die alte Weltrangliste unter der neuen Bezeichnung „Entry-System“ fort und nutzte diese auch weiterhin für die Setzlisten der Turniere. Seit 2006 bestimmt die ATP die offizielle Weltrangliste wieder nach den ursprünglichen Kriterien und bezeichnet sie seither als „ATP-Ranking“. Das Champions Race verlor danach an Stellenwert und wurde Ende 2008 endgültig eingestellt.

So funktioniert das ATP-Ranking

Die Tennisweltrangliste berücksichtigt in der Regel bis zu 18 Turnierergebnisse. Dabei haben die vier Grand-Slam-Turniere Priorität. Sie zählen als „A-Turniere“ und fließen auf jeden Fall in die Wertung mit ein, unabhängig davon, ob ein Spieler tatsächlich an allen teilgenommen hat. Für Grand-Slam-Wettbewerbe, bei denen ein Spieler fehlte, erhält er 0 Punkte. Es folgen acht Masters-Turniere als Kategorie-B-Wettbewerbe, die ebenfalls auf jeden Fall gewertet werden. Zusätzlich zählen insgesamt bis zu sechs C-,D- oder E-Turniere, wobei nur die vier besten C-Ergebnisse gewertet werden. 2009 gewichtete die ATP die Turniere neu. Für Grand-Slam- und Masters-Turniere gibt es seitdem doppelt so viele Punkte wie zuvor, kleinere Turniere erfuhren dagegen nur eine geringfügige Aufwertung.

Ausnahmen und Sonderregeln

Eine Sonderregel gilt für die Top 30 der Vorsaison. Diese Spieler müssen vier C-Turniere anrechnen lassen und mindestens eines davon muss nach den US-Open stattgefunden haben.

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War einem Spieler die Teilnahme an einem Grand-Slam- oder Master-Turnier aufgrund einer zu niedrigen Weltranglistenposition nicht möglich, kann er stattdessen ein anderes Turnier werten lassen. Das ATP World Tour Final am Ende eines Jahres geht für die Qualifikanten als 19. Turnier in die Wertung mit ein. Spieler, die in der ersten Runde eines Wettbewerbs ein Freilos hatten und dann in der zweiten Runde ausscheiden, erhalten keine Weltranglistenpunkte für das betreffende Turnier.

Bild stammt von Clavecin / Wikipedia

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