Wie wird man Radiomoderator?

„Radiomoderator“ ist kein Beruf im eigentlichen Sinne, für den man sich ausbilden lassen kann oder den das Jobcenter vermittelt. Tatsächlich ist es meistens ein recht langer Weg, bis man bei einem Sender ans Mikrofon gelassen wird.

Vorher gilt es, die Arbeitsabläufe beim Radio kennen zu lernen, redaktionell zu arbeiten und sich anderweitig zu bilden. So gehört zum Moderatorentraining also nicht nur die Fähigkeit, klar und angenehm (oder zumindest interessant) sprechen zu können, sondern auch technisches Know-How, Recherche und Geduld. Ein typischer Radiomoderator hat so zum Beispiel einen völlig anderen Job erlernt, studiert und die ersten Schritte bei einem Lokalsender, im Internet oder bei einem Praktikum gemacht, bis er oder sie in der Redaktion landete. Erst sehr viel später kommt der Moment, wenn die Stimme das erste Mal über den Äther schallt.

Radiomoderator: So wirds gemacht!

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Ausbildung

Eine konkrete Ausbildung zum Radiomoderator, wie man sie aus anderen Berufen kennt, wird nicht direkt angeboten – learning by doing ist hier das Zauberwort, wobei Ausbildungen und ein Studium im Bereich Medien oder gänzlich anderen Bereichen ausgesprochen sinnvoll sind.
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Moderatorentraining

Darüber hinaus werden aber durchaus Seminare angeboten, die Moderatorentraining versprechen. Hier wird Rhetorik vermittelt, klares Sprechen ohne Akzent oder Dialekt und auch, wie es sich anfühlt, Zeit füllen zu müssen.
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Internetradio

Das Internetradio mit Podcasts, kurzen Sendungen, Diskussionen und Interviews ist – ebenso wie Krankenhausradio, Uni-Radio oder die Programme des Offenen Kanals – eine gute und preisgünstige Einstiegsgelegenheit, um sich bei einem Onlinestream auszutesten und erste Einblicke in die Produktion zu bekommen.
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Praktikum

Die meisten steigen mittels eines Praktikums oder Voluntariats in die Welt des Radios ein. Auch freie Mitarbeiter sind gern gesehen – zunächst die Arbeit im Radio als Hobby zu betrachten, öffnet auch die Türen für einen späteren Job.
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Redaktion

Wer nicht das ultimative Showtalent ist, dessen Weg zum Radiomoderator führt normalerweise über die Arbeit in der Redaktion: Hier wird das Programm geplant, die Inhalte ausgearbeitet, Interviews erdacht und die Musik herausgesucht.
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Jobaussichten

Wie bei den meisten kreativen Jobs oder jenen in der Medienbranche, so ist auch der Beruf des Radiomoderators hart umkämpft. Sich in Geduld üben und an sich arbeiten lautet also die Devise.

3 Meinungen

  1. Schöne kurze Übersicht für interessierten Nachwuchs.
    Aus meiner Erfahrung kann zusätzlich erfolgversprechend sein:

    – als DJ in einer bekannten Location arbeiten
    – sich als Stadion- oder Hallensprecher in einem Sportverein engagieren
    – sonstige Veranstaltungen zu moderieren

    Diese Tätigkeiten sind nicht nur eine gute Übung, sondern haben sowohl mir als auch schon einigen Kollegen zum Sprung ins Radio verholfen.

    Freu mich wenn’s jemand beim Einstieg in diese Branche hilft. Feedback gern hier posten….

    Grüße

  2. Es ist sehr schwer, in dem Metier Fuss zu fassen. Wenn man z.B. Journalismus bzw. im Medienbereich studiert, sollten Praktika oder ein Volontariat bei einem grossen Radiosender absolviert werden. Und natürlich sollten neben journalistischen Fähigkeiten (Interviews führen, Reportagen, Musikwissen) auch eine technische Begeisterung und nicht zuletzt eine gute, sympathische Stimme vorhanden sein. Einfach zu sagen, ich werd dann mal eben Radio-moderator: geht nicht.

    LG, Svetti

  3. Stimme da auch meinen Vorrednern zu, muss aber noch was loswerden.

    Um ans Radiomic zu gelangen muss man Töne, Laute bzw. einfach Musik in den Adern haben. Es nützt denke ich mal nichts, einfach Musik zu „mögen“. Man muss vor allem den Einfluss davon kennen und den Höhrern übermitteln können.

    Hier wird es bspl. gut erklärt:
    http://www.30tausend.de/einfluss-von-musik-nutzen/

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