Wie gesund ist Tee wirklich?

Umgangssprachlich wird nicht zwischen grünem, schwarzem, Kräuter- oder Früchtetee unterschieden. Wissenschaftlich korrekt bezeichnet man die aus Früchten und Kräutern hergestellten Teemischungen als teeähnliche Getränke. Alle Teesorten gelten traditionell als gesund, dennoch mehren sich Warnungen vor einem übermäßigen Teegenuss. Ist Tee wirklich gesund und worauf sollten Teetrinker achten?

Grüner und schwarzer Tee

Schwarzer Tee enthält ebenso wie grüner Tee Koffein und Polyphenole. Dabei wirkt das beim Tee gelegentlich als Teein bezeichnete Koffein anregend, während die Polyphenole Magen und Darm beruhigen. Der Umfang beider Stoffe im fertigen Getränk lässt sich durch die Ziehzeit beeinflussen, da sich die bitter schmeckenden Polyphenole erst nach etwa drei Minuten aus den Teeblättern lösen. Aufgrund des Koffeingehalts sollten Schwangere und Bluthochdruckpatienten nicht mehr als sechs Tassen Tee am Tag trinken. Prüfer stellten in verschiedenen Darjeeling- und Ceylon-Assam-Tees Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und weitere Schadstoffe fest. Die Gefahr lässt sich durch die Verwendung von Bio-Tee ebenso wie durch den regelmäßigen Wechsel der Teesorte verringern. Zu den positiven Inhaltsstoffen des grünen und schwarzen Tees gehören die sekundären Pflanzenstoffe, die möglicherweise den Schutz vor ernsthaften Erkrankungen wie Krebs, Herzinfarkt und Kreislaufleiden sowie Alzheimer verbessern können.

Früchte- und Kräutertee

Kräutertees werden in der Naturmedizin und als Hausmittel zur Linderung von Beschwerden eingesetzt und sind gut wirksam. Bei einer Untersuchung verschiedener Teesorten stellten Wissenschaftler jedoch teilweise hohe Werte an Pyrrolizidinalkaloiden fest. Diese stammen möglicherweise nicht von den eigentlichen Kräuterteepflanzen, sondern von Beikräutern und dienen dem Schutz der Pflanze vor Fressfeinden. Die Belastung lässt sich durch das Trinken unterschiedlicher Teesorten und durch den abwechselnden Genuss von Kräuter- beziehungsweise Früchtetees und anderen Getränken minimieren. Gelegentlich vorzufindende Keime werden zu einem großen Teil abgetötet, wenn die Blätter wie von den Herstellern angegeben mit kochendem Wasser übergossen werden. Damit Sporen nicht weiter auskeimen können, sollten Kräutertees nicht lange stehen, sondern möglichst frisch getrunken werden.

Tee ist gesund, wenn der Anwender wenige Regeln beachtet

Tee ist ein Naturprodukt und sollte deshalb richtig zubereitet und bewusst genossen werden, um seinem Ruf als gesundes Getränk gerecht zu werden. Zu viel eines bestimmten Tees oder die falsche Zubereitung kann Nebenwirkungen auslösen. Wer zwischen verschiedenen Teesorten und -marken wechselt, kann die Belastung des Körpers mit möglichen Giftstoffen vermeiden.

Bildnachweis: Thinkstock, iStock, Alberto Bogo

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