Wie entsteht der Bier-Preis auf dem Oktoberfest?

Warum steigen die Wiesn-Preise so stark an?

Der Hauptgrund für den stetig ansteigenden Bier-Preis auf dem Oktoberfest ist eine sogenannte Sonderwirtschaftszone. Die Nachfrage nach Bier und Sitzplätzen bestimmt auch hier den Preis.

Da die Nachfrage extrem hoch ist, da lediglich in den Festzelten Getränke ausgeschenkt werden dürfen, können die Preise dementsprechend in die Höhe steigen. Die Menschen zahlen gerne, um an dem exklusiven Fest teilzuhaben. Schließlich kommt aus Platzmangel nicht jeder ins Zelt. Zwischen 1985 und 2009 betrug die Wiesninflation im Durchschnitt etwa 3,7 Prozent. Die allgemeine Inflation jedoch lediglich etwa 2 Prozent.

Der Preisanstieg vom Oktoberfest Bier

Die Bier-Preise sind in der Sonderzone dabei besonders stark gestiegen. Noch 1985 kostete eine Maß Bier umgerechnet 3,10 Euro, 2009 waren es bereits 8,35 Euro im Schnitt. Dies macht ein Plus von 168 Prozent oder vier Prozent jährlich. Außerhalb der Wiesn stiegen die Preise in den untersuchten Jahren um lediglich 1,5% jährlich an. Auch 2010 sind die Preise für den begehrten Gerstensaft wieder erhöht worden. Zwischen 8,30 € und 8,90 € wird der Bier-Preis auf dem Oktoberfest in diesem Jahr betragen.

  • Neben den Faktoren einer Sonderwirtschaftszone trugen auch die 2007 erhöhte Mehrwertsteuer von 16% auf 19% zu dem in dem Jahr gestiegenen Bier-Preis auf dem Oktoberfest mit bei. Etwa 20 Cent wurden hier dem Verbraucher zugeschoben.
  • Ebenfalls an der stetigen Erhöhung schuld sind gestiegene Bier-Preise durch gestiegene Energiekosten in der Produktion und der jeweiligen Rohstofflage.
  • Auch die Personal- Sicherheitskosten werden durch die Wiesnpreise beglichen. Ein erhöhter Sicherheitsaufwand auf Grund von kampftrinkenden Menschenmassen bedeutet somit auch einen gestiegenen Bierpreis.

Wer legt den Preis des Oktoberfest Biers fest?

Bis 1970 setzte die Stadt München den Bierpreis fest. Heute kann die Stadt lediglich prüfen, ob es sich bei den festgesetzten Preisen um einen unwidrigen Preiswucher handelt. Da die Preise der Festzeltwirte allerdings stets dicht beieinander liegen, kann solch ein Umstand nicht nachgewiesen werden.

Schmankerl am Rande: Vergleicht man die Preisentwicklung von einem Liter Bier auf dem Oktoberfest mit dem Preis von einem Liter Benzin zwischen 1950 und 2010 kommt man zu dem Ergebnis, dass sich die Preispanne zwischen den beiden Gütern von 0,546 Euro auf 7,201 Euro gesteigert hat. Wenn man bedenkt, dass die Benzinkosten auf Grund von wirtschaftlichen Entwicklungen in den letzten Jahren stark angestiegen sind, eine ähnliche Ressourcenknappheit bei Bier aber nicht zu befürchten ist, dann gibt dies schon zu Denken.

Weiterführender Link:

Statistik über gestiegene Bierpreise: http://www.br-online.de/oktoberfest/thema/oktoberfest-wirtschaft-statistik-ID1216285184198.xml

4 Meinungen

  1. Sehr schönes Rezept! Werd ich sicher diesen Sommer mal ausprobieren.

  2. Hallo Leute .. schaut ma 😉

    Was wäre die Wiesn ohne die Mädels die uns das Bier bringen 😉 Darum 200 Jahre Frauenpower 😉 Shirt

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  3. Bis 1970 setzte die Stadt München den Bierpreis fest. Heute kann die Stadt lediglich prüfen, ob es sich bei den festgesetzten Preisen um einen unwidrigen Preiswucher handelt. Da die Preise der Festzeltwirte allerdings stets dicht beieinander liegen, kann solch ein Umstand nicht nachgewiesen werden.

  4. ….ich schätze 2011 wird die 9 Euro Marke beim Bierpreis geknackt…..

    Hoffentlich finden sich Sponsoren um das historische Oktoberfest wie 2010 statt finden zu lassen!

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