Wer jung Sport treibt, bleibt länger gesund

Wer jung Sport treibt, bleibt länger gesund

Im „JAMA Internal Medicine Journal“, einem US-Fachmagazin für Internisten, wurde im Januar das Ergebnis einer Langzeit-Studie zur Auswirkung von Sport bei jungen Erwachsenen auf das Herz und die Herzkranzgefäße. Fazit der Studie: Bereits wenige Minuten Laufbandtraining verringerte das Risiko von Herzkrankheiten und senkte die Wahrscheinlichkeit, in den nächsten 26 Jahren zu sterben, um 15 Prozent.

Das Herz wird stärker und bleibt gesund

Die im März 1985 gestartete wissenschaftliche Untersuchung mit 4872 Teilnehmern zwischen 18 und 30 Jahren konnte klar belegen, dass der Fitnesszustand sich deutlich auf den Zustand des Herzens auswirkt. Je besser die Fitness der Testperson, desto besser ging es auch seinem Herz. Der Herzmuskel wird durch Sport gestärkt. Insbesondere verbesserte sich auch der Zustand der Herzkranzgefäße, sodass sich bei ihnen über einen langen Zeitraum ein deutlicher Rückgang von Erkrankungen durch Verkalkung feststellen ließ.

Arterienverkalkung wird nicht gebremst, aber stabiler

Größere Auswirkungen auf den Grad, also die absolute Menge, der Verkalkung der Herzkranzgefäße ließen sich in der Studie zwar nicht feststellen. Die geringere Sterbewahrscheinlichkeit bei den Probanden mit guter Fitness lässt aber vermuten, dass es zwar bei der Menge der Ablagerungen in den Gefäßen keine signifikanten Unterschiede zwischen fitten und nicht so fitten Probanden gibt, dass aber die Qualität der Ablagerungen differiert. Bei Testpersonen mit höherem Fitnessgrad, könnten die Ablagerungen in den Arterien stabiler und gleichmäßiger sein und daher besser haften.

Angeborene Fitness wurde nicht berücksichtigt

Von der Studie wurde die grundsätzliche Disposition der Probanden nicht erfasst. Menschen mit angeborener besserer körperlicher Konstitution sind nämlich zunächst im Vorteil. Aber durch Sport wird der Fitnesszustand des Einzelnen stark beeinflusst. Dadurch lässt sich viel, aber nicht alles ausgleichen. Das Fazit der Studie, dass eine Minute Laufbandtraining die Sterbewahrscheinlichkeit in den nächsten 26 Jahren um 15 Prozent verringert, lässt sich daher weder verallgemeinern noch wörtlich nehmen. Der Wert beruht einzig darauf, wie viele Testpersonen im Verlauf der Studie verstarben. Die Gesamtheit der erhobenen Werte lässt aber erkennen, dass sich gute Fitness positiv auf Herz und Herzkranzgefäße auswirkt. Um aber die Effekte auch im Detail genau zu verstehen, ist noch weitere Forschungsarbeit der Wissenschaftler nötig.


Bildquelle: Thinkstock, 465631961, iStock, julief514

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