Weltcup Finale in Genf: die Spannung steigt

Aus Westeuropa haben sich 18 Reiter für das Weltcup Finale in Genf qualifiziert, darunter auch vier deutsche Teilnehmer: Ludger Beerbaum mit Gotha, Marco Kutscher mit Cash und Philipp Weishaupt mit Catoki aus Riesenbeck sowie Marcus Ehning mit Küchengirl und Plot Blue aus Borken.

Weltcup Finale – Teilprüfungen

In seiner nunmehr 32 jährigen Geschichte findet das Weltcup Finale nach 1996 bereits zum zweiten Mal in Genf statt. Für die Vierspännerfahrer stellt Genf als Finalstandort jedoch eine Premiere dar.

Alle vorangegangenen Prüfungen, welche die Reiter für ihre Qualifikation abgelegt hatten, sind für das Finale nicht relevant. Nur die nun vollbrachte Leistung in Genf zählt und führt einen glücklichen Reiter schließlich zum ersehnten Sieg.

Das Weltcup Finale in Genf besteht aus drei Teilprüfungen. Die ersten beiden Prüfungen sind ein Zeitspringen und ein Springen mit Stechen. Danach folgen am letzten Tag zwei Umläufe. Sollte daraufhin keine Entscheidung gefallen sein, gibt es ein weiteres Stechen.

Weltcup Finale – Doping-Vorfälle

Dadurch, dass sich die Doping-Vorfälle im Reitsport in den letzten Jahren gehäuft haben, konnte auch der Weltverband FEI die Augen nicht mehr vor dem vorherrschenden Problem verschließen. Nachdem sich der Doping-Verdacht bei Christian Ahlmanns Springpferd Cöster 2008 während den Olympischen Spielen in Hongkong bestätigte, wurde auch Isabell Werth gesperrt, da bei ihrem Nachwuchspferd verbotene Substanzen nachgewiesen wurden.

Das Image des Reitsports hat dadurch sehr gelitten, so dass die FEI sich dazu gezwungen sah, weitere Schritte einzuleiten. Sie nahm Ende 2009 die ‚progressive list‚ zurück, welche den Einsatz von Schmerzmitteln und Entzündungshemmern auch während des Turniers legitimiert hätte.

Weltcup Finale – Doping-Verschärfung

Auch dieses Jahr wird das Finale wieder vom alljährlich wiederkehrenden Thema Doping überschattet. Pünktlich zum Endspurt stellt der Reitweltverband ein neues Anti-Doping-Regelwerk vor, in der auch beim Springreiten zukünftig eine Null-Toleranz-Politik und strikte Sperren eingeführt werden sollen.

Seit dem 5. April 2010 wurde festgesetzt, dass im Falle einer positiven Dopingkontrolle dem Reiter eine Sperre von bis zu zwei Jahren droht. Dies ist eine deutliche Verschärfung der Regeln, zumal die bisher höchste, ausgesprochene Sperre nur einen Zeitraum von viereinhalb Monaten betrug.

Schreiben Sie Ihre Meinung

Ihre Email-Adresse wird Mehrere Felder wurden markiert *

*

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.