Welche Aufgaben hat man als Mitglied einer Partei?

Wer Parteimitglied ist, macht genau das, was eine Partei machen soll. Dabei hängt die Aufgabenverteilung und die Vielfalt natürlich sehr von den eigenen Kompetenzen und der Zeit ab, die man investieren kann und möchte.

Partei: So wirds gemacht!

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Personal rekrutieren

Kaum wurde man rekrutiert, fängt man selbst an, die Leute von der Straße zu holen. Dabei geht es aber nicht nur um neue Mitglieder, sondern auch darum, aus den bestehenden Mitgliedern Wahlkandidaten zu „rekrutieren“.

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Interessen vertreten/Parteiprogramm

Da sich eine Partei als Sprachrohr zwischen Regierung und Wähler sieht, sollte jedes Mitglied genau wissen, was sie vertritt und wie sie es erreichen will. Nur eine klare Zielvorstellung bringt Ergebnisse. Was eine Partei bezweckt, sollte sich daher schon in einem Parteiprogramm abzeichnen, denn wozu ist sie sonst da?

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Interaktion

Als Sprachrohr obliegt einem auch die Aufgabe, zwischen Regierung und Wähler zu kommunizieren. Die Interessen der Wähler zu vermitteln, sowie die Auskunft darüber, warum die Regierung was durch gesetzt hat, gehören zu den wichtigsten Aufgaben.

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Regierungsarbeit

Natürlich spielt die Durchsetzung der Parteiziele und Wählerinteressen eine große Rolle, dazu muss man nicht nur Fraktionen aufstellen und Aufgaben verteilen, sondern auch dafür sorgen, dass die eigenen Interessen eine Mehrheit an Befürwortern erhalten.

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Qualitätssicherung

Dass ein führendes Parteimitglied oder die Regierung auch einhält, was versprochen wurde, ist im Grunde die Doppelsicherung des Parteiprogramms. Gerade da wird es natürlich kompliziert, da Politik vorwiegend mit Kompromissen arbeitet und eine volle Durchführung der Versprechen so gut wie nie möglich ist. Dass das Programm nach der Wahl aber nicht zu sehr von den Versprechen abweicht, sollte von den Parteimitgliedern schon anvisiert werden.

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Öffentlichkeitsarbeit

Nicht jeder wird Reden schwingen können oder wollen, aber das Programm nach draußen tragen, seine Meinung auch in Unterschriftensammlungen und Demonstrationen vertreten, sowie unterstützend für gemeinnützige Organisationen und soziale Einrichtungen wirken, das sollte nicht aus dem Blickfeld geraten.

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Organisation

Es ist nicht gerade beliebt, aber jede Wahlaktion, Spendenfeier, jeder öffentliche Auftritt und selbst eine Parteiversammlung verlangen viel Organisation und Vorbereitung. Das fängt mit der finanziellen Planung an und hört damit auf, dass man Bühnenequipment besorgt, Anträge für öffentliche Veranstaltungen stellt und beim Aufbauen hilft.

Tipps und Hinweise

  • Als Parteimitglied zahlt man einen monatlichen Mitgliedsbeitrag, über den man sich vorab informieren sollte.

Eine Meinung

  1. Christian Alexander Tietgen

    Eine Parteimitgliedschaft hat anscheinend wenig mit Politikgestaltung zu tun. Man will doch seine eigenen politischen Vorstellungen umsetzen und nicht für eine Partei werben, die nur einen Bruchteil davon vertritt. Jetzt weiß ich auch, warum die Leute so parteiverdrossen sind. Und dann soll man auch noch dafür bezahlen. Keine eigene Meinung und dafür bezahlen, damit man dann irgendwann mal in der Hierarchie aufsteigt, was noch dazu unmoralisch ist. Als guter Politiker muss man sich an hohen moralischen Grundsätzen orientieren und wissen, wie idiotisch eigentlich das eigene Parteiprogramm ist.

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