Was wirklich gegen das Jucken von Mückenstichen hilft

Insektenstich am Bein

Derzeit summt es nur so um uns herum. Die Mücken haben nun endlich auch die letzten Ecken Deutschlands angeflogen. Aber was hilft gegen die fiesen Stiche, die gar nicht aufhören wollen zu jucken? Spucke, Hitze oder ein Kreuz mit dem Fingernagel einritzen sind die drei wohl bekanntesten Tricks. Doch was taugen diese Hausmittelchen wirklich?


Ablenkung und wenig Berührung sind wohl die effektivsten Alternativen bei einem Mückenstich, doch sobald irgendetwas in die Nähe des Stiches kommt, beginnt das Jucken wieder von vorne. Was hilft also wirklich? Haus- und Hilfsmittel gibt es viele, doch sind viele von ihnen auch widersprüchlich: So empfehlen die Einen das Kühlen des Stichs mit einem Kühlpack oder einem Eiswürfel. Andere preisen an, dem Mückenstich mit Hitze entgegenzuwirken. Selbst die eigene Spucke soll gegen den starken Juckreiz helfen. Fakt ist: Alle Tricks lindern ein wenig, keiner jedoch vollends… oder doch?

So entsteht der Juckreiz

Die unbeliebten Stechmücken geben während des Stichs ihren eigenen Speichel in die oberen Hautschichten ab. Die hierin enthaltenen Proteine verhindern die Gerinnung unseres Blutes und erleichtern den Mücken das Saugen des Blutes. Der Stich schwill nun auf unserer Haut an und juckt. Der Juckreiz ist dabei die typische Abwehrreaktion des Körpers. Hierbei schütten Immunzellen den Botenstoff Histamin aus, der die umliegenden Nervenzellen reizt. Das Histamin provoziert eine Entzündung in den oberen Hautschichten, die Haut schwillt an und juckt!

Wussten Sie schon? Nur weibliche Mücken stechen, denn sie benötigen das menschliche Blut für die Entwicklung ihrer Eier – also für die Fortpflanzung. Männliche Mücken lassen den Menschen in Ruhe!

Was wirklich gegen das Jucken hilft

Das erste Hausmittelchen ist bei einem Mückenstich meist der eigene Speichel. Ein wenig davon auf den Stich und der Juckreiz setzt einige Sekunden aus. Doch sobald die Spucke verdunstet ist, beginnt das Jucken von vorne. Genauso gut bzw. schlecht wirkt auch lauwarmes Wasser.

Ein Kühlpack betäubt den Mückenstich schon etwas besser. Auch die darum liegende Haut betäubt. Achten Sie nur darauf, dass Sie Ihre Haut nicht erfrieren. Ein Tuch unter dem Kühlpack bzw. Eiswürfel ist sinnvoll. Auch hier ist jedoch keine Nachhaltigkeit garantiert.

Honig und Zwiebeln haben eine leicht antibakterielle Wirkung und helfen deshalb sowohl beim mücken- als auch beim Wespenstich. Auf diese Weise klingt der Stich schneller ab. Wer also eine Allergie gegen Mückenstiche hat, sollte unbedingt zu dieser Mischung greifen.

Das beste Hilfsmittel gegen das Jucken von Mückenstichen ist ganz sicher aber die Hitze, denn mit Hitze können Sie das Mückengift unschädlich machen. Die Proteine im Mückenspeichel zerfallen ab einer Temperatur über 45 Grad. Halten Sie also ein Glas mit heißem Wasser oder einen sehr warmen Löffel gegen den Stich. Nach einigen Minuten sollte das Gift unschädlich gemacht worden sein! Seien Sie aber auch hier vorsichtig und verhindern Sie Brandverletzungen!

Foto: Fotolia, 26342677, by studio

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