Was tun gegen Dreimonatskoliken beim Baby?

Babys, die sich mit Dreimonatskoliken rumquälen, schlucken meistens beim hektischen Trinken zu viel Luft mit und verursachen dadurch erhebliche Blähungen. Weitere Gründe bestehen in einer unvorteilhaften Ernährung oder auch familiäre Anspannungen der stillenden Mutter. Der leidende Säugling kann bei Dreimonatskoliken über Stunden hinweg schreien und führt die Eltern so in eine anstrengende, nervliche Situation. Befolgen Sie einige der folgenden Ratschläge, können Sie den Schreiattacken Ihres Babys zumindest Linderung schenken. Vorab ist es jedoch an Wichtigkeit, dass Sie tief durchatmen und ruhig und gelassen bleiben. Widmen Sie sich Ihrem kleinen hilflosen Würmchen in diesen ersten vier Monaten, wenn es unter Dreimonatskoliken leidet, voll und ganz. Und vermitteln Sie ihm viel Geborgenheit, Streicheleinheiten und tragen Sie es so oft wie nur möglich in solchen Momenten umher.

Dreimonatskoliken beim Baby: Was wird benötigt?

  • Wärmflasche
  • Johanniskrautöl
  • Estragon
  • Fenchel
  • Kreuzkümmel
  • Koriander
  • Anis- oder Fencheltee

 

Dreimonatskoliken beim Baby: So wirds gemacht!

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Woran Sie erkennen, dass es sich um Dreimonatskoliken handelt

Stellen Sie ein anhaltendes, langes Schreien in den ersten Lebenswochen, jedes Mal nach dem Stillen oder einer Mahlzeit fest, kann es sich um die Dreimonatskoliken beim Baby handeln. Meistens fangen die Schreiattacken am Abend an und können sich bis in die frühen Morgenstunden ziehen. Dreimonatskoliken machen sich überwiegend immer um die gleiche Zeit bemerkbar. Die Säuglinge ziehen erst ihre Beinchen an und stoßen sie dann wieder ab. Dabei können Sie ein schmerzverzerrtes Gesicht bei Ihrem Baby beobachten. Sie lassen sich in keinster Weise beruhigen, egal ob sie in den Arm genommen werden, um Trost zu spenden, oder ob Sie ihm noch etwas zu essen geben. Die Kleinen schreien immer weiter. Wenn Sie Glück haben, kann es vorkommen, dass sich das Baby zeitweise in kurzen Abständen mal beruhigt. So schlagartig, wie die Attacken beginnen, so urplötzlich können diese auch wieder ausbleiben.

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Realisierbare Möglichkeiten, um dem Baby Linderung zu verschaffen

Stillen Sie, sollten Sie unbedingt die ersten 20-30 Gramm ihrer Milch mit der Hand abpumpen, so verhindern Sie das rasche Schlucken durch das schnelle Herausschießen der Muttermilch, dadurch können Sie die Dreimonatskoliken beim Baby etwas lindern.

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Geben Sie Ihrem Säugling die Milchnahrung aus dem Fläschchen, sind mehrere Dinge zu beachten. Kurze Trinkpausen sind in beiden Varianten empfehlenswert und sind ein wichtiger Punkt, um den Dreimonatskoliken beim Baby so viel Linderung zu schenken, wie es nur geht. Auch die weiteren Punkte bei den Mahlzeiten aus der Flasche sind sehr wertvoll, um Blähungen beim Baby zu verhindern:

  • Geben sie das Babyfläschchen nicht direkt nach der Zubereitung Ihrem Baby zum Trinken. Die Schaumbildung sollte sich vorerst abbauen.
  • Der Sauger auf dem Fläschchen sollte mit einem nicht zu großen Loch versehen sein. Eine Faustregel besagt, dass das Saugerloch nicht mehr als einen einzigen Tropfen pro Sekunde rauströpfeln lassen sollte.
  • Führen Sie den Sauger nicht zu tief in den Babymund ein

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Wirkungsvolle und beruhigende Momente für das Baby

Versuchen Sie Ihr Baby etwas zu beruhigen, indem Sie es mit dem Bauch auf Ihrem Arm, dem berühmten „Fliegergriff“, für einige Zeit herumtragen. Danach sollten Sie sich einen kuscheligen warmen Ort auswählen, an dem Sie Ihr Kleines auf den Rücken ablegen und ihm den Bauch mit sanften kreisenden Bewegungen, im Uhrzeigersinn, um den Bauchnabel herum, massieren. Zu einer Bauchmassage für das Baby mit Dreimonatskoliken hat sich das sogenannte „Vier Winde Öl“ bewährt gemacht. Dieses Öl zeigt eine verdauungsfördernde und entkrampfende Wirkungsweise. Und so stellen Sie sich das Öl zusammen:

  • Geben Sie auf 100 ml Johanniskrautöl, je einen Tropfen Estragon, Fenchel, Kreuzkümmel und Koriander. Mit dieser Ölmischung können Sie Ihrem Baby das Bäuchlein liebevoll massieren.

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Sie können Ihrem Baby auch Anistee oder Fencheltee gegen die Blähungen zum Trinken geben.

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Eine warme, nicht zu heiße Wärmflasche kann auch eine beruhigende Wirkung fürs Baby bei Dreimonatskoliken sein.

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Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung, wenn Sie Ihr Neugeborenes stillen, und vermeiden Sie mitunter Wachmacher wie Kaffee, Kohlgemüse, Hülsenfrüchte. Diese Speisen wirken sich blähend aus.

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Das familiäre Umfeld spielt auch eine Rolle

Viele Babys beruhigen sich oft schneller, wenn Papa das Baby in einer solchen schwierigen Situation behutsam umsorgt.

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Stress oder dergleichen übertragen sich auf den Säugling und deshalb sollten Sie versuchen die Nerven zu behalten und Spannungen in der Familie vermeiden. Dazu ist es für viele Eltern hilfreich, sich mit Gleichgesinnten über solche Probleme auszutauschen. Noch eine unterstützende Hilfe ist eine Auszeit vom Baby zu nehmen. Überlassen Sie das Baby auch ruhig mal stundenweise den Menschen, den Sie vertrauen schenken, damit Sie in dieser Zeit auch mal tief durchatmen können. Durch diese kurzen Auszeiten zwischen Ihnen und dem Baby können sich eventuell auch Verbesserungen bei den Koliken Ihres Kindes bemerkbar machen.

Tipps und Hinweise

  • Nehmen Sie sich zeitweise eine Auszeit
  • Versuchen Sie Spannungen in der Familie vor der Tür zu lassen
  • Tauschen Sie sich mit anderen Eltern aus, die in der gleichen Situation sind wie Sie
  • Geben sie Ihrem Baby ausreichende liebevolle Zuwendung und Streicheleinheiten
  • Bleiben Sie auch in nervernaufreibenden Situation ruhig und gelassen

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