Was Sie über Binge Watching wissen sollten

Was Sie über Binge Watching wissen sollten

Der Begriff des Binge Watching ist erst seit relativ kurzer Zeit in Deutschland zu lesen und zu hören. Als die Streamingdienste von Netflix und Amazon bei uns starteten, kam es nach den USA auch hier in Mode. Gemeint ist das Hintereinanderwegschauen von vielen Folgen einer TV-Serie. Netflix startete die erfolgreiche Serie „House of Cards“ mit Kevin Spacey in der Hauptrolle am 1. Februar 2013 auf seinerzeit noch ungewöhnliche Weise: Alle Folgen der ersten Staffel gingen gleichzeitig online. Die Serie ist bis heute äußerst erfolgreich und sorgte für Binge Watching auch in Deutschland. Es gibt viele Fans, die jede neue Staffel ohne Pause anschauen.

Je besser die Serie, desto mehr Binge Watching

Laut einer Studie des Streaming-Anbieters Netflix schauen bis zu 80 Prozent der Nutzer mehrere Folgen einer Serie hintereinander. Fast jeder fünfte der 25- bis 34-Jährigen tut das mehrmals pro Woche. Jeder Achte sogar täglich. Im Durchschnitt sehen Binge-Watcher fast zweieinhalb Serienfolgen hintereinander. Dabei schauen die Dauerzuschauer am liebsten zu zweit: 51 Prozent sehen ihre Lieblingsserie am liebsten mit Partner. Die für Binge Watching bevorzugten Serien sind „Breaking Bad“, „House of Cards“ und „Game of Thrones“. Bemerkenswert: Alle drei Serien sind in der Internet Movie Database (IMDB) mit mindestens 9 von zehn möglichen Punkten bewertet. Weniger beliebte Serien haben nicht nur insgesamt weniger Zuschauer, sondern auch weniger Binge-Watcher.

Viele warten auf komplette Staffeln

Nicht alle aktuellen Serien werden von Netflix, Amazon und Co Staffelweise veröffentlicht. Beliebte Formate wie „Fargo“ oder der „Breaking Bad“-Spin-off „Better call Saul“ werden wöchentlich um eine weitere Episode ergänzt. Viele Serienfans warten aber, bis eine Staffel komplett veröffentlicht ist, um dann selbst entscheiden zu können, welche und wie viele Folgen sie wann anschauen. Bing Watching wird so immer mehr zur bevorzugten Konsumform.

Entscheidungsfreiheit genießen

Streamingdienste haben das Fernsehen auf zweierlei Weise revolutioniert. Zum einen geben sie dem Zuschauer die Entscheidungsfreiheit, sein bevorzugtes Programm dann zu genießen wann er möchte – der Konsument muss sich in seiner Zeiteinteilung nicht nach dem TV-Programm richten, sondern das Programm richtet sich nach dem Zuschauer. Und zweitens kann jetzt jeder individuell entscheiden, wie viel einer Serie oder eines Films er am Stück sehen möchte. Dabei ist es ganz egal, ob er fünf Episoden oder fünf Minuten einer Episode sieht. Der Streaminganbieter merkt sich die Stelle an der man das Gerät ausschaltet. Wie lang die Sendepause sein soll entscheidet heute – ebenfalls der Konsument.

Bildquelle: Thinkstock, 200363059-001, Photodisc, Flying Colours Ltd

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