Was ist dran an den Eisheiligen?

Entsprechend einer alten Bauernregel gibt es Mitte bzw. Ende Mai noch einmal Nachtfröste. Sie werden als “Eisheilige“ bezeichnet. Aber wie wahrscheinlich sind sie und was ist eigentlich dran an dieser Bauernweisheit? Lesen Sie hier!


Laut alten Bauernregeln kann es Mitte Mai noch zu Nachtfrösten kommen, die empfindlichen Pflanzen kann das arg zusetzen. Gemeint sind die sogenannten „Eisheiligen“ vom 11. bis 15. Mai – Gedenktage für fünf Heilige wie beispielsweise Sankt Pankratius.

Die Erklärung für diesen Kälteeinbruch im Frühling liegt darin begründet, dass sich die Luft im Mai über dem mitteleuropäischen Festland recht schnell und stark erwärmt, das Nordmeer dazu aber länger braucht. Auf diese Weise kann es zu Wetterlagen kommen, bei denen zum Temperaturausgleich kalte Polarluft zu uns strömt und das Thermometer nachts auf null Grad oder tiefer fallen lässt.

Gut zu wissen:

Weil die Eisheiligen-Bauernregel aus einer Zeit stammt, als noch ein anderer Kalender galt, ist mit Eisheiligen-Frost heute eher gegen Ende Mai zu rechnen (21.-25. Mai). Wie Wetterprotokolle zeigen, lag die Wahrscheinlichkeit solcher Kälteeinbrüche im Jahre 1900 bei 70 Prozent. Heute liegt die Wahrscheinlichkeit von Nachtfrösten lediglich bei 45 Prozent. Die gefürchteten Eisheiligen müssen also nach einem diesjährigen, eher kalten Frühling, nicht auch noch kommen…

Foto: Thinkstockphotos, dv1430004, Digital Vision

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