Was ist der Unterschied zwischen Therapeut und Psychologe?

Der Psychologe ist kein Mediziner

Zunächst muss man die Berufsbezeichnungen klären. Der Psychologe hat ein Psychologiestudium hinter sich und die Berufsbezeichnung ist gesetzlich geschützt. Ganz sicher hat ein Diplom-Psychologe ein Studium absolviert, im Gegensatz zum psychologischen Berater. Psychologischer Berater ist keine geschützte Berufsbezeichnung, das heißt, jeder darf sich psychologischer Berater nennen. Psychologen beschäftigen sich mit dem Erleben und Verhalten von Menschen und wenn sie eine Zusatzqualifikation im psychotherapeutischen Bereich erworben haben, dürfen sie sich psychologischer Psychotherapeut nennen und als Therapeut tätig sein. Im Gegensatz zum Arzt (z.B. Psychiater), der ein Medizinstudium absolviert hat, darf der psychologische Therapeut jedoch keine Medikamente verschreiben. Er wird also nur therapeutisch tätig sein, das heißt, er wird Erkrankungen durch Gespräche und Verhaltensübungen behandeln. Meist arbeiten psychologische Therapeuten mit Ärzten zusammen. Wer also aufgrund einer psychischen Störung oder eines psychischen Problems therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen will, der sollte vorher genau abwägen, welche Art Hilfe es sein soll. Ist hier eher ein Mediziner gefragt, oder kann es auch ein psychologischer Berater sein. Im Zweifelsfall kann hier auch der Hausarzt als Vertrauensperson zurate gezogen werden. 

Der Psychologe als Therapeut

Menschen mit Verhaltensstörungen werden meist von Psychologen behandelt, da hier eine Behandlung ohne Medikamente durchgeführt werden kann. Nun gibt es aber auch noch den Therapeuten, der nach dem Heilpraktikergesetz (HPG) ausgebildet wurde. Hier gibt es sehr große Unterschiede, nicht nur in der Art und dem Umfang der Ausbildung. Therapeuten nach dem Heilpraktikergesetz benötigen kein Abitur und kein spezielles Studium. Hier sollte jeder ganz genau überprüfen, mit welch einem Therapeuten er es da zu tun hat. Im Zweifelsfall kann auch die zuständige Krankenkasse helfen.

9 Meinungen

  1. Da wurde doch glatt der Psychologische Psychotherapeut (gesetzlich seit 1999 geregelt) unterschlagen: Nach Abschluss des Psychologiestudiums kann der Psychologe eine dreijährige ganztägige oder eine fünfjährige psychotherapeutische Ausbildung absolvieren, die ihn für die eigenverantwortliche Ausübung der Psychotherapie qualifiziert. Der so ausgebildete Psychologe erhält die staatliche Berufszulassung (Approbation) als Psychologischer Psychotherapeut.

  2. @ Uschi: Dankie für die Klarstellung, ich dachte immer der Psychotherapeut und der Psychologe wären synonyme …Liebe Grüße Oliver

  3. Der Psychologische Psychotherapeut wurde nicht unterschlagen. Steht doch ganz klar im letzten Absatz, oder? Insgesamt ist dieser Artikel für Laien klar und verständlich geschrieben und ich kenne jetzt den Unterschied und würde immer zu einem Mediziner gehen. Denn da bin ich auf der sicheren Seite und weiß, dass der Abitur hat.GrußNadine M.

  4. Und ein Abitur schließt von vorn herein Fehlentscheidungen aus?
    Es gibt gute Ärzte und Therapeuten und schlechte. Es gibt gute Heilpraktiker, sogar mit Abitur, wer Wert darauf legt, und solche ohne Abi, die auch gut sind.
    Sicher ist man wohl nirgendwo, denn alles sind Menschen wie wir und Menschen machen nun einmal Fehler, ob mit Abi oder ohne.
    Ich nehme den, bei dem ich mich gut aufgehoben fühle. Das ist schon mal der erste Schritt zum Gesund werden.

  5. Liebe Frau Samluck-Köpsel,Sie habe es leider nicht verstanden. Es geht darum, dass jeder Mensch, auch mit einem IQ unter 100, psychologischer Therapeut werden kann. Und das finden Sie gut? Aber in unserem Gesundheitssystem ist heute ja alles möglich.Schöne GrüßeHarald Adam

  6. Der Artikel ist nicht sauber recherchiert. Der nach dem Heilpraktikergesetz ausgebildete e Heilpraktiker für Psychotherapie darf sich nämlich nicht „Therapeut“ nennen. Diese Berufsbezeichnung darf nur der „Psychologische Psychotherapeut“ fürhren, der, wie schon richtig gasagt wurde, ein Psychologiestudium absolviert hat. Der „Psychologische Berater“ braucht von Gesetzes wegen gar keine Ausbildung, jedoch darf er eben nicht therapieren und keine Diagnose stellen – der Heilpraktiker darf das. Psychiater wurden ganz vergessen, das sind Ärzte, die auf den Bereich Psychotherapie spezialisiert sind. Sie dürfen auch Medikamente einsetzen – im Gegensatz zu den Vorgenannten.Was die Auswahl betrifft: 50 Prozent des Heilerfolges, so sagt man, macht die Person des Behandlers aus. Falls es keine Geldfrage ist, kann man also sicher auch sehr gut Hilfe bei einem PsychHP bekommen, auch wenn er nicht studiert hat, oder einen studierten Psychotherapeuten finden, der nicht helfen kann oder zu dem man keinben „Draht“ findet. Um herauszufinden, welcher Behandler der richtige ist, nutzt man die „probatorischen Sitzungen“.

  7. Das alles im heutigen Gesundheitssystem möglich ist, kann ich nur bejahen. Heute wird nicht mehr darauf geachtet, wer Potenzial hat, sondern es wird nur noch auf Titel und formelle Ausdrucksweisen geachtet. Ziemlich schade, die heutige Welt ist nicht mehr mit der tiefen Psychologie verbunden.

  8. Was das Gesundheitssystem angeht, muss ich allerdings sagen, dass es nicht zu 100% manipuliert ist. Psychologie ist ein Fachgebiet, das eigentlich jeder anwenden kann, der nur die richtigen Mittel kennt.

  9. Ich finde allerdings, dass das Gesundheitssystem nicht zu 100% manipuliert ist. Psychologie ist ein allgemeines Fachgebiet und kann so gut wie von jedem genutzt werden, wenn er nur die richtigen Mittel bzw. Methoden hat/kennt.

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