Der Psychologe ist kein Mediziner
Zunächst muss man die Berufsbezeichnungen klären. Der Psychologe hat ein Psychologiestudium hinter sich und die Berufsbezeichnung ist gesetzlich geschützt. Ganz sicher hat ein Diplom-Psychologe ein Studium absolviert, im Gegensatz zum psychologischen Berater. Psychologischer Berater ist keine geschützte Berufsbezeichnung, das heißt, jeder darf sich psychologischer Berater nennen. Psychologen beschäftigen sich mit dem Erleben und Verhalten von Menschen und wenn sie eine Zusatzqualifikation im psychotherapeutischen Bereich erworben haben, dürfen sie sich psychologischer Psychotherapeut nennen und als Therapeut tätig sein. Im Gegensatz zum Arzt (z.B. Psychiater), der ein Medizinstudium absolviert hat, darf der psychologische Therapeut jedoch keine Medikamente verschreiben. Er wird also nur therapeutisch tätig sein, das heißt, er wird Erkrankungen durch Gespräche und Verhaltensübungen behandeln. Meist arbeiten psychologische Therapeuten mit Ärzten zusammen. Wer also aufgrund einer psychischen Störung oder eines psychischen Problems therapeutische Hilfe in Anspruch nehmen will, der sollte vorher genau abwägen, welche Art Hilfe es sein soll. Ist hier eher ein Mediziner gefragt, oder kann es auch ein psychologischer Berater sein. Im Zweifelsfall kann hier auch der Hausarzt als Vertrauensperson zurate gezogen werden.
Der Psychologe als Therapeut
Menschen mit Verhaltensstörungen werden meist von Psychologen behandelt, da hier eine Behandlung ohne Medikamente durchgeführt werden kann. Nun gibt es aber auch noch den Therapeuten, der nach dem Heilpraktikergesetz (HPG) ausgebildet wurde. Hier gibt es sehr große Unterschiede, nicht nur in der Art und dem Umfang der Ausbildung. Therapeuten nach dem Heilpraktikergesetz benötigen kein Abitur und kein spezielles Studium. Hier sollte jeder ganz genau überprüfen, mit welch einem Therapeuten er es da zu tun hat. Im Zweifelsfall kann auch die zuständige Krankenkasse helfen.
