Warum Bücher so wichtig für die kindliche Entwicklung sind

Eine Mutter liest ihrer kleinen Tochter ein Buch vor

Kinder brauchen nicht nur Bücher, sie lieben sie auch! Diese Zuneigung muss aber vor allem von den Eltern gefördert werden. Das Lesen, Betrachten und Vorlesen von Büchern fördert einerseits die Phantasie und Konzentrationsfähigkeit der Kinder und andererseits die sprachlichen Fähigkeiten.


Forscher haben längst herausgefunden, dass Kinder, denen frühzeitig und viel vorgelesen wird, klüger und erfolgreicher in der Schule sind. Zudem ermöglicht das Vorlesen Ihnen und Ihren Kindern viel Zeit miteinander zu verbringen. Durch die Geschichten, die die Kinder von Ihnen hören, lernen sie, sich in andere Personen hineinzuversetzen, Geschichten nachzuvollziehen, mitzudenken und sich zu konzentrieren. Zudem wird ihrer Phantasie erweitert.

Am Anfang sollten Eltern ihren Kindern kurze Geschichten vorlesen, um sie gedanklich nicht zu überfordern. Achten Sie dabei vor allem darauf, mit den Geschichten auch den Interessen Ihres Kindes zu entsprechen. Auch Bilderbücher sind in der frühkindlichen Erziehung wichtig. Bei solchen Erfahrungen mit Büchern spricht man in der Pädagogik von Literacy. Erste Literacy-Erfahrungen sind wichtig, um bei Ihrem Kind Interesse für Bücher und Literatur zu wecken.

Kinder im Kindergartenalter bevorzugen Bücher mit vielen Bildern und etwas ergänzenden Text. Für Kinder im ersten Lesealter gibt es Bücher mit kurzen Kapiteln und großen Buchstaben, die das Lesen erleichtern.
Achten Sie also immer darauf, Ihre Kinder nicht zu überfordern!

Lesen und Vorlesen als Ritual

Eltern sollten aus dem Vorlesen ein festes Ritual machen. Die meisten Kinder lieben es, bereits im Kleinkindalter am Abend in den Armen ihrer Eltern zu liegen und eine Geschichte zu hören. Je gemütlicher die Atmosphäre, desto besser!

Gehen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind in einen Buchladen oder in die Bibliothek. Ihre Kinder können dort stöbern und erste Erfahrungen mit dem Medium Buch sammeln!

Eltern, die selber gerne lesen und dies auch vor den Augen ihrer Kinder tun, wecken das Interesse bei den Kindern selber lesen zu wollen. So scheint es, als würde das Lesen zum Alltag gehören.

Was darf mein Kind lesen?

Seien Sie nicht so versteift, wenn es darum geht, was Ihr Kind liest. Seien Sie lieber froh, dass es überhaupt liest! Auch Comics oder Liebesgeschichten sind vollkommen okay, solange sie altersgemäß und nicht brutal sind. Schließlich soll Ihr Kind gerne lesen und nicht immer nur das, was Sie wollen. So fördern Sie nämlich nicht, sondern bremsen das intrinsische Interesse am Lesen!

Foto: Thinkstockphotos, iStock, 474694314, gpointstudios

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