Voodoo Zauber – zwischen Realität und Fiktion

Voodoo oder Voudon, wie die Religion eigentlich heißt, besteht jedoch aus mehr als diesen bekannten Ritualen. Seine Ursprünge hat Voudon in Westafrika, wo es z.B. in Benin noch heute Staatsreligion ist. Durch den Sklavenhandel verbreitete er sich in der westlichen Welt. Heute wird er in seinen Ursprungsländern, sowie in Haiti und teilweise auch in der Dominikanischen Republik von dort lebenden Haitianern praktiziert. Darüber hinaus findet Voudon auch immer mehr Anhänger in der westlichen Gemeinde, obwohl hier eher das magische, ritualbezogene Voodoo im Vordergrund steht.

Es ist auch tatsächlich so, dass ein zentrales Ritual im Voudon das Opfern ist. Den Göttern wird mit dem Töten von Tieren gedankt oder auch mit der Darbringung von Genussmitteln. Menschenopfer, wie es in manchen Filmen immer wieder dargestellt wird, gibt es nicht. Die bekannten Voodoo-Puppen hingegen gibt es wirklich. Bei uns stehen sie in enger Verbindung mit „bösen“ Voodoo-Zauberern, die Nadeln durch Menschenabbilder stechen, um Personen damit zu schaden oder sie zu verletzen. Auch diese bösen Priester gibt es im Voudon wirklich, jedoch sind sie nicht die Regel. Die Puppen werden im übrigen überwiegend zum Heilen von Krankheiten benutzt.

Ein weiterer Bestandteil des Voudon sollen angeblich Zombies sein. Lebende Tote, die nachts durch die Gegend irren. Auch dieser Aspekt wird sehr gern in Filmen aufgegriffen. Jedoch handelt es sich im Prinzip um nichts anderes als um den Glauben an Nekromantie, also die Möglichkeit, Tote wieder auferstehen zu lassen. In unserem Kulturkreis ist diese Phantasie Bestandteil und Voraussetzung des Vampirglaubens.

Der Begriff Voudon stammt übrigens aus der Fon-Sprache, die vor allem im Süden Benins gesprochen wird und bedeutet übersetzt soviel wie Kult, Religion, Gottheit und kann somit in vielen Aspekten ausgeübt und gesehen werden. So manifestiert sich Voudon ebenso in der Verehrung der Verstorbenen wie auch in der Natur. Hier liegen die Grundlagen für Beschwörungsrituale, die Eingriff in die Abläufe der Natur nehmen können. Bekanntestes Beispiel ist der Regentanz, aber derlei Rituale sind so zahlreich, wie die Richtungen des Voudon, der keinem zentralen Glauben unterliegt, wie es etwa im Katholizismus der Fall ist, dessen Grundsätze ja in der Bibel verankert sind. Darum kann man auch nicht davon ausgehen, dass es so häufig beschworene dunkle Rituale wie das Opfern von Kindern wirklich nicht gibt. Aber diese sind, wenn sie tatsächlich existieren sollten, absolute Randgruppenrituale und gehören nicht zum Voudon als Staatsreligion.

Mehr Informationen über ganz alltägliche Rituale: http://www.zeit.de/1997/09/voodoo.txt.19970221.xml

3 Meinungen

  1. Das klingt ja aber nicht gerade nach der schönsten Ecke der USA. Das erklärt vielleicht auch, warum die Buffalo Bills ständig versuchen, ihre Mannschaft nach Toronto (Kanada) zu verlegen.In Buffalo ist wohl nicht viel zu holen.

  2. Voodoo ist ein Beispiel dafür, was Religion auch sein kann, nämlich schwarze Magie. Schon wegen der Tieropfer dürfte Voodoo in unserer Kultur weithin auf Ablehnung stoßen.

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