Viele Verkehrsbehinderungen, Verletzte: Orkantief „Sabine“ fegt über Deutschland hinweg

Behinderungen auf Straße und Schiene, mehrere Menschen wurden durch herumfliegende Äste oder umgestürzte Bäume zum Teil schwer verletzt: Der Wintersturm „Sabine“ hat in der Nacht zu Montag den Norden der Republik heimgesucht und tobt jetzt im Süden.

Böen mit über 170 Stundenkilometern Geschwindigkeit

Bereits im Vorwege hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor seinen Auswirkungen gewarnt: Mit bis zu 177 Stundenkilometern ist der Sturm jetzt über mehrere Bundesländer hinweggezogen. Für die meisten Regionen hatte der DWD die zweithöchste Warnstufe ausgerufen, für manche Gegenden in Bayern und Baden-Württemberg gilt sogar die höchste.

Starke Verkehrsbehinderungen

In Nordrhein-Westfalen musste bei Hagen ein Teil der Autobahn A45 gesperrt werden, weil umgestürzte Bäume auf der Fahrbahn lagen. Die Deutsche Bahn hatte ihren gesamten Fernverkehr bereits am Sonntagabend vorsorglich eigestellt. Ab Montag 10 Uhr soll der Zugbetrieb wieder laufen, allerdings ist den ganzen Tag über noch mit Störungen und Verzögerungen zu rechnen.

Auf der Strecke von Amsterdam nach Berlin ist im Emsland ein Intercity mit ungefähr 300 Passagieren in einen umgestürzten Baum gefahren. Und saß fest. In Hamburg fuhr eine U-Bahn ebenfalls in einen Baum, der auf den Schienen lag.

Schwerverletzte durch fliegendes Geäst und entwurzelte Bäume

In Paderborn trug ein 16-jähriger eine schwere Kopfverletzung davon, als er in einem Wald von herumfliegenden Ästen getroffen wurde. Der Junge wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht.

In Saarbrücken traf es zwei Frauen, als auf einem Krankenhausgelände ein Baum auf sie stürzte. Wie die Polizei mitteilte, befindet sich eine der beiden schwer verletzten Frauen in Lebensgefahr.

Gefahr durch Kräne

In Pinneberg bei Hamburg mussten zahlreiche Einwohner ihre Häuser und Wohnungen über Nacht verlassen, da ein 33 Meter hoher Kran wegen des Sturmtiefs umzukippen drohte. Die meisten von ihnen kamen bei Verwandten und Freunden unter. Ein Abbau des Krans, der nur für Sturmböen mit bis 120 Stundenkilometern zugelassen war, war laut Aussage der örtlichen Feuerwehrführung aufgrund des Unwetters nicht möglich.

In Frankfurt am Main knickte durch den Wintersturm ein Kranausleger um und beschädigte das Dach des Frankfurter Doms. Verletzt wurde niemand, aber das ganze Ausmaß des Schadens ist noch unbekannt. Gefahr für Passanten besteht nach Angaben der Feuerwehr nicht.

Sturmflutwarnungen für den Norden

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie warnt aktuell vor Sturmflutgefahren an der Nordseeküste sowie besonders für Bremen, Emden und Hamburg. Die Pegel könnten um 1,50 bis 2 Meter höher liegen als das mittlere Hochwasser.

Bildnachweis: Pixabay, 3309057, ykaiavu


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