Rafael Nadal hat lange für diesen Moment gearbeitet. Fast vier Jahre dauerte die Dominanz des Roger Federer, die er nun im Sommer 2008 endgültig durchbrochen hat. Mit seinem Wimbledon-Sieg über seinen großen Konkurrenten hat sich der Spanier endgültig in den Tennis-Olymp gehoben. Dabei wurde der Gipfelsturm noch vom Sieg bei den Olympischen Spielen komplettiert, den er scheinbar spielend leicht errungen hatte.
Dass dieser Machtwechsel irgendwann einmal vollzogen werden musste, war auch den treuesten Fans von Roger Federer klar. Der Schweizer war in den zurückliegenden Monaten regelrecht gekennzeichnet vom ständigen Kampf um die Nr. 1. Müde, nicht mehr so spritzig, weit entfernt von der Form der vergangenen Jahre, ergab sich Federer dem Dauerdruck eines Rafael Nadal.
Wer nun gehofft hatte, dass nach der Federer-Ära etwas mehr Abwechslung herrscht, wird mit Sicherheit bittere Tränen vergießen. Sollte sich Nadal nicht verletzten, wird der Spanier vermutlich eine neue Ära einläuten.