They are still alive – Pearl Jam in Berlin

Die ersten verzerrten Gitarren-Riffs ertönen, und mit einem lauten Knall geht es los. Da steht er nun, Eddie Vedder, und sieht aus wie vor zehn Jahren: Immer noch die langen Haare, die Klamotten eher die eines grungigen Teenies als die eines 41-Jährigen. Und auch die Musik enttäuscht nicht: Das Repertoire ist gut gemischt, neben neuen Songs gibt es eine Menge alter Mitsing-Songs.
„We told the Italians to be the best singers, but I must admit that you are the greatest“, versichert uns die Grunge-Ikone Eddie Vedder. Außerdem versucht sich der Frontman immer wieder in Deutsch, liest deutsche Texte ab und hört sich dabei unglaublich sexy an:) Das Publikum ist begeistert, pogt und tanzt, was das Zeug hält – und singt textsicher mit. Doch von Aggressivität fehlt jede Spur, alle sind friedlich. Leider ist Crowd Surfing tabu, noch zu nah dran ist das Geschehene von Roskilde 2000, als beim Pearl Jam-Konzert acht Fans ums Leben kamen. Trotzdem sind wir erstaunt, wie wenig Sicherheitsvorkehrungen herrschen. Zwei, vielleicht drei Wellenbrecher und einige Security-Leute im Graben davor – aber sonst nix. Sehr angenehm, eine tolle Stimmung.
Bei „Daughter“ kocht die Menge bereits, doch als dann schließlich der Hit schlechthin gespielt wird, ist keiner mehr zu halten und alle grölen mit „Oho, I’m still alive“. Nach zwei Zugaben lassen die Fans die zwar älter gewordenen, dennoch kein bißchen gealterten Grunge-Rocker von der Bühne gehen.
Ein wirklich großartiges Konzert!

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