symetrisch oder symmetrisch?

Ist etwas „symmetrisch“ oder „symetrisch“? Diese Frage stellen sich viele nicht nur im Mathematik-Unterricht, bei einem Porträt oder dem Versmaß eines Gedichts. Das Ebenmaß – also zwei Dinge, seien es Objekte, Formeln, Entfernungen, Silben oder anderes, die sich gleichen – spielt immer wieder eine große Rolle in den unterschiedlichsten Feldern. Der Schreibfehler schleicht sich allerdings in alle Bereiche gerne einmal ein.

symmetrisch: altgriechischer Ursprung

Das Wort stammt aus dem Altgriechischen und setzt sich aus der Vorsilbe „syn-“ und „métron“ zusammen. „syn“ bedeutet soviel wie „übereinstimmend mit“ oder „zusammen/gemeinsam“, durch den im zweiten Wortteil folgenden Konsonant m ändert sich die Vorsilbe in „sym-„. „metron“, aus dem sich auch das lateinische „metricus“ entwickelte, ist derweil die Bezeichnung für „das richtige Maß“, „die geeignete Länge“. Zusammengesetzt ergibt sich so „symmetrisch“.

„symmetrisch“ beschreibt also die spiegelbildliche Gleichheit von ganz unterschiedlichen Dingen: Augen und Körperteile, Funktionsgraphen und Formeln, Streckenabschnitte – die Liste kann beliebig fortgeführt werden. Als besonders harmonisch für das Auge und für das Ohr ist die Symmetrie auch in der Kunst und in der Musik von entscheidender Wichtigkeit.

Ebenmaß: Spiegelgleichheit der Form

Der Schreibfehler als „symetrisch“ kann auf mehrere Dinge zurückgeführt werden. Zum einen mögen die im Deutschen ansonsten eher unüblichen Wörter verwirren, zum anderen findet man eine Schreibweise ohne Doppel-m in anderen Sprachen („symétrie“ auf französisch und „simetria“ in spanisch etwa). Auch die Aussprache mag ihr Übriges dazu tun, denn viele sprechen das Doppel-m nicht scharf aus, sondern dehnen das y zu lautmalerisch „süüh-metrisch“ anstelle von „symmetrisch“.

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