Studien brennen gut

Bisher war man davon ausgegangen, dass 10 bis 25 Prozent der Vorschüler durch die Prüfung zum Sprachentwicklungsstand fallen und dementsprechend eine Förderung benötigen würden. Nun stellt sich wohl heraus, dass es umgekehrt ist. Dass nicht etwa nur 25 Prozent durch die Prüdung fallen, sondern dass sie nur von 25 Prozent der Kinder im ersten Durchlauf überhaupt bestanden (!) wird. Damit zeichnet sich ein wesentlich höherer Förderbedarf als bislang schon nicht nicht hinreichend finanziell eingeplant ab.Interessant ist dabei, dass natürlich bei weitem nicht nur Kinder mit Migrationshintergrund bei den Tests versagen, sondern eben auch die kleine Lisa von Familie Müller nebenan. Hierfür kann es im Grunde zweierlei Ursachen geben.

Entweder, und das ist absolut nicht unmöglich, wenn man die penetrante Akribie des deutschen Testwesens berücksichtigt, das gesamte Sprachstandsuntersuchungskonzept taugt in der Wurzel nicht und die Kids können praktisch nur durchfallen. Sicherlich ist es auch nicht unbedingt schlau, die Kindergartenkinder mit einer ihnen unbekannten Lehrkraft aus der kommenden Grundschule zu konfrontieren und dann noch zu hoffen, dass die Kleinen dennoch frei und unbefangen mitarbeiten werden.

Oder selbst im deutschen Mittelstand ist der Verfall der deutschen Sprache bereits in höherem Maße als bislang schon befürchtet fortgeschritten. Auch das ist nicht unmöglich, wenn man sich anschaut, welche Medienprodukte heutzutage den Alltag dominieren. Medienkompetenz wird im Zeitalter der DS, Gameboys, Playstations und was nicht alles immer schwieriger zu vermitteln. Speziell, wenn die an sich dazu berufenen Eltern nicht mal den Versuch unternehmen, ihrer diesbezüglichen Verpflichtung gerecht zu werden.

Egal welche Begründung nun auch dominant sein mag. Eine Fachstudie hätte zumindest die beeinflussenden Parameter korrekt aufnehmen und qualifiziert reflektieren müssen. Na ja. Wenn das Wetter so bleibt, können wir am Wochenende die Grillsaison einläuten.

(Foto: www.pixelio.de / Fotograf: Gila)

6 Meinungen

  1. Auf welche Studien beziehen Sie sich hier? Leider fehlt da jeglicher Verweis.

  2. Dieter Petereit

    .Auf aus der Presse entnommene Ergebnisse diverser Untersuchungen des hiesigen Schulministeriums. Da waren leider keine genaueren Quellen benannt worden..

  3. Geehrter Herr Petereit,schaue mich grade ein bißchen um, weil ich mich mit dem Gedanken trage, selber als Autor bei germanblog tätig zu werden. Lassen Sie mich zwei Kritikpunkte vorbringen. Wenn Sie schon keine Quellen für die Studien haben, wäre es ja nicht schlecht, wenigstens anzugeben, wo Sie darüber gelesen haben, damit man Ihre Schlussfolgerungen nachvollziehen kann. Zum zweiten halte ich es nach wie vor für unterträglich, wenn Menschen dazu auffordern, Gedrucktes zu verbrennen. Vielleicht bin ich da ja allergisch, aber das hat so ein braunes „Geschmäckle“ wie man im Süden zu sagen pflegt.

  4. Dieter Petereit

    Sehr verehrter Herr Bauer..Um es mal mit dem Motto der germanblogs zu sagen: Ich schreibe nicht, ich blogge..Ich habe für journalistische Ansprüche an die Qualität meiner Beiträge weder Verständnis noch die Zeit, diesen während des Schreibens gerecht zu werden. Deswegen blogge ich ja auch und arbeite nicht für eine Zeitung. Ich schreibe meine Meinung nieder und es ist dabei auch nicht mein Ziel, dass jemand meine Schlussfolgerungen nachvollziehen können muss. Ich will niemanden überzeugen, ich werfe lediglich meinen Hut in den Ring..Wenn Sie das als germanblogger in spe anders machen wollen, bitte sehr. Jedem das Seine. Ich würde Sie dafür auch garantiert nicht angreifen. Ich bin nämlich ein ganz ein Liberaler und kein Brauner..Ich gehe davon aus, dass die letzten zwei Sätze Ihres Kommentars irgendeiner übersteigerten Form von political correctness geschuldet und gehe daher jetzt nicht weiter darauf ein. Denn eines bin ich auch nicht. Nämlich political correct..

  5. Wilhelm Entenmann

    Gewiß dar man bemängeln, daß der hiesige Autor keine Quellen nennt bzw. solche von ihm einfordern.Allerdings möchte ich bezweifeln, daß mögliche Fakten (Quellen) akzeptiert werden würden – sieht man doch bereits schon jetzt, daß unliebsame, weil nicht ins Weltbild passende Fakten geleugnet bzw. sofort in eine schmuddelige Ecke gedrängt werden.Wisenschaft und deren empirische Ergebnisse sind jedoch frei von Wertung.Es ist zum Beispiel bekannt, daß Afrikaner sowie Afro-Amerikaner einen signifikant niederen IQ haben (siehe Diskussion in dem Buch The Bell Curve).Auch mögliche sozialpsychologische Erklärungsversuche (z.B. durch den so genannten Stereotype Effect, siehe Claude Steel) konnte dieses objektive Faktum nicht gänzlich aufklären.Gleichzeitig ist es politisch nicht korrekt solche Fakten zu publizieren, ja, viele solcher Phänomene, welche nicht in ein Weltbild passen, werden medial unterdrückt.Die Unterdrückung von objektiven, dabei wertfreien Fakten nenne ich faschistoid und eine typische Strategie der Braunen: was nicht paßt, das muß weg und wird schlimmstenfalls verfolgt oder gar als Papier verbrannt.Gleichwohl sagt die Wissenschaft NEIN! zum ideologischen Mißbrauch ihrer objektiven Ergebnisse.passend:http://www.zeit.de/2005/31/C-KastenStudiesowiehttp://www.zeit.de/2005/31/C-Stern

  6. Dieter Petereit

    .Immer dieser Quellenfanatismus. Die Berichte der Landesregierung werden regelmäßig in den Lokalblättern via dpa verwurstet. Da lest mal selber Zeitung, dann könnt Ihr auch nachvollziehen, wovon die Rede ist..

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