Stellenabbau, neue Tarifstruktur: Die Karstadt-Sanierung wird konkreter

Mann packt Sachen nach Kündigung

Das Zittern um den Job geht bei den Karstadt-Mitarbeitern weiter: Laut eines Berichts der „Süddeutschen Zeitung“ will der kränkelnde Warenhauskonzern den Stellenabbau vorantreiben und viele Mitarbeiter nach dem Tarif in der Logistikbranche zukünftig schlechter bezahlen.

Laut dem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ wurde ein Zukunftskonzept erarbeitet, das den Abbau von rund 2.000 Stellen vorsieht. Bis zum Jahr 2016 soll die Anzahl der Vollbeschäftigten in den Karstadt-Filialen um 1.271 verringert werden und sich bei der neuen Gesamtanzahl von 8.170 einpendeln. Die Unternehmensleitung erhofft sich so eine Reduzierung der Personalkosten um 64 Millionen Euro auf 308 Millionen. Der Stellenabbau betrifft in den Bereichen Abteilungsleitung und Verkauf fast jede zweite Stelle.

Aufteilung in drei Gruppen

Das Sanierungskonzept sieht weiterhin vor, das die Mitarbeiter zukünftig in drei Gruppen unterteilt werden: Kassierer, Verkäufer und Mitarbeiter von sogenannten neuen Warenservice-Teams. Diese Teams sollen in Zukunft für das Bewegen und Einsortieren der Ware zuständig sein. So hat der Warenhauskonzern die Möglichkeit, diese Gruppe von Mitarbeitern nach den niedrigeren Tarifen der Logistikbranche zu bezahlen – zirka 1.100 Mitarbeiter könnten von dieser Sparmaßnahme betroffen sein, mit Lohneinbußen von etwa 300 Euro.

Sechs Filialen werden geschlossen

Weiterhin werden, wie letztes Jahr bereits angekündigt, dieses Jahr sechs Filialen geschlossen – in Hamburg-Billstedt und Stuttgart sind es zwei klassische Kaufhäuser, in Köln und Göttingen zwei „K-Town“-Filialen und in Frankfurt/Oder sowie in Paderborn. Von diesem Schritt sind 300 Mitarbeiter betroffen. Weitere Standorte scheinen auf dem Prüfstand zu stehen, was dazu führt, dass nochmal 2.000 der insgesamt 17.000 Karstadt-Mitarbeiter laut der Gewerkschaft Ver.di um ihren Arbeitsplatz bangen müssen. Zusätzlich drohen ihnen weitere Einschnitte beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld.

Foto: Thinkstock, Photos.com, Jupiterimages

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