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    Start » Stauden schneiden: Wann sollten welche Stauden zurückgeschnitten werden?
    Gartenarbeit

    Stauden schneiden: Wann sollten welche Stauden zurückgeschnitten werden?

    15. März 20123 Minuten Lesezeit

    Stauden sind mehrjährige krautige Pflanzen. Das heißt, sie verholzen nicht mit der Zeit und werden dicker, sondern sie treiben jedes Jahr neu aus. In der Regel (außer bei immergrünen Stauden) sterben im Winter die oberirdischen Pflanzenteile ab und die Pflanze lagert ihre Reserven in den unterirdischen Speicherorganen ein. Auf diese Weise ist es der Pflanze möglich, ungünstige Bedingungen wie starke Kälte, aber auch extreme Trockenheit oder Dürre zu überstehen.

    Damit Ihre Stauden im Garten ungehindert austreiben und somit ihre ganze Pracht entfalten können ist es nötig, dass Sie die Stauden schneiden.

    Wann das am besten der Fall ist, kommt ganz darauf an, denn es gibt verschiedene Gründe, warum man Stauden schneidet.

    Stauden schneiden: So wird's gemacht!

    1

    Der Remontierschnitt

    Der Remontierschnitt ist ein radikaler Rückschnitt nach der ersten Blüte, der dazu dient, dass die Pflanze im selben Jahr noch ein zweites Mal blüht. Für solch einen Schnitt eignen sich beispielsweise Stauden wie der Rittersporn, der Sommer-Salbei, die Taglilie, Lupinen, die Glockenblume, die Moschus-Malve oder der Phlox.

    2

    Der Nachblütenschnitt

    Auch bei einigen anderen Stauden kann so ein radikaler Rückschnitt nach der Blütezeit sinnvoll sein. Diese Pflanzen blühen dann zwar kein zweites Mal, aber sie bilden nach kurzer Zeit neues Laub, was dann für den Rest des Jahres auch noch schön aussieht. Außerdem beugt so ein Nachblüteschnitt einem eventuellen Pilzbefall vor und verhindert eine zu starke Selbstaussaat. Geeignete Pflanzen sind hier der orientalische Mohn, die Indianernessel, der hohe Phlox, die Gelenkblume, der Sonnenhut oder der Goldfelberich.

    3

    Der Vorblütenschnitt

    Wer seine Stauden schneiden möchte, damit sie buschiger werden und sich mehr verzweigen, der sollte einen Vorblütenschnitt anwenden. Hierzu wird die Pflanze im Frühsommer sobald die ersten Blütenknospen erscheinen um etwa 10 – 15 cm gekürzt. Zwar blüht die Pflanze dadurch etwas später, aber ihre Standfestigkeit verbessert sich und es bilden sich durch diesen Schnitt viele neue Seitenknospen. Stauden, bei denen Sie einen solchen Schnitt durchführen können, sind zum Beispiel hohe Herbstastern und Herbstchrysanthemen, Ysop, hoher Phlox, Sonnenbraut und hoher Sonnenhut.

    4

    Der Frühherbstschnitt

    Besonders empfindliche und kurzlebige Stauden schneiden Sie am besten im Frühherbst schon kräftig zurück, damit sie für den Winter noch schützende Blattrosetten bilden können. Hierzu zählen Prachtkerzen, Mädchenaugen und Kokardenblumen.

    5

    Der Garten im Winter

    Die meisten Leute schneiden ihre Stauden im Herbst aus rein optischen Gründen zurück, da die verblühten Pflanzen nicht sehr schön aussehen.
    Dabei kann das alte Laub im Winter durchaus einen Nutzen haben. Zum einen bietet es der Pflanze noch einen zusätzlichen Schutz vor der Kälte und zum anderen dienen die Samenstände verschiedenen Vögeln als Nahrung. Dazu kommt noch, dass Spinnen, Insekten und andere Kleintieren in den hohlen Stängeln oder unter dem Laub oft einen idealen Platz zum Überwintern finden. Außerdem gibt es einige Stauden, die auch im Winter äußerst dekorativ aussehen.
    Sollte Ihr Garten also nicht allzu unansehnlich wirken, lassen Sie ruhig einige Stauden stehen und machen dann im zeitigen Frühjahr, wenn sicher ist, dass kein Frost mehr kommt, einen kompletten Rückschnitt.
    Gräser sollten übrigens grundsätzlich immer erst im Frühjahr zurückgeschnitten werden, wenn die neuen Triebe sichtbar sind.

    Schwierigkeitsgrad:  

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