Speed Reading: Schneller lesen und verstehen

Sean Adam aus den Vereinigten Staaten kann bis zu 3850 Wörter pro Minute lesen. Wer das nicht glaubt, ist nicht alleine. Doch der Speed Reading Champion hat sich schon bewiesen. Er kann wirklich schneller lesen als andere und wurde dazu auch schon getestet. In kurzer Zeit musste er ein Buch lesen und wurde dann zu Inhalt und Schreibstil befragt. Er nahm zwar nicht 100% der Informationen auf, aber bei klar über 90% ist das unheimlich beeindruckend. Die Zeit die er dadurch sparen konnte hat ihn zu einer Berühmtheit gemacht. Seine Methodik wird nicht nur für Akademiker wie Studenten und Professoren empfohlen, denn Viele können von einer erhöhten Aufnahmefähigkeit profitieren. Die Befürworter dieser Methode empfehlen sie besonders für Manager, Führungskräfte und Wissenschaftler. Und jeden sonst, der von besonders schnellem Lesen profitieren könnte. Man bedenke nur die ersparte Zeit!

Wie lernt man Speed Reading?

Die Methodik heißt üben, üben, üben. Tony Buzan, der Erfinder des Mind Mapping Konzepts, schrieb auch ein Buch über das Speed Reading. Ob seine Methoden funktionieren bleibt der Einzelperson selbst zu entscheiden, doch die einfacheren Ratschläge ergeben auf jeden Fall Sinn. Eine ruhige Atmosphäre zu schaffen, damit man sich leichter konzentrieren kann ermöglicht auf jeden Fall eine erhöhte Aufnahmefähigkeit, ob man nun ein fotografisches Gedächtnis hat oder nicht. Die Methode des Skimming, also einen Text nur flüchtig nach sogenannten „Keywords“ durchzulesen ist sicherlich schnell, aber die Effektivität bleibt dabei fraglich. Des weiteren erschwert ein limitierter Wortschatz das Lesen und das Verständnis, da man zusätzliche Kapazität der Ergründung der neuen Wörter schenken muss.

Schneller Lesen als Muskeltraining

Ähnlich wie bei der Erinnerung ist das Lesen auch Teil einer Muskelfunktion. Das Gehirn muss trainiert werden, um besser zu funktionieren. Das sieht man gerade bei Menschen, die Sprachen lernen. Das Gehirn passt sich schnell an die Aufgaben an und gewinnt an Kapazität diese zu erfüllen. So kann man sich das auch beim Speed-Reading vorstellen. Einige Menschen sind sehr kritisch gegenüber dieser „Wundermethodik“, wo hingegen nochmals andere unumstimmbare Befürworter des „Brain Trainings“ sind. Wenn man den Amazon Kritikern recht gibt, scheint des doch zu funktionieren, wobei das Ausmaß sich nach individuellen Fällen richtet. Ein wenig schneller scheint zumindest garantiert zu sein.

Dieser Herr scheint sich auch sehr sicher in seiner Sache zu sein. Es gibt auch noch viele weitere Videos und Rezensionen zum Speedreading auf Youtube, wenn man sich ein bisschen näher mit dem Konzept vertraut machen möchte, ohne gleich das Buch zu kaufen.
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2 Meinungen

  1. Speed-Reading ist keine Wundertechnik, sondern wird in den USA seit Jahzehnten an vielen Eliteuniversitäten standardmäßig gelehrt. Man gebe einfach „Speed-Reading Harvard“ in Google ein und meist landet man bei deren Kursen. Der Unterschied ist, dass dort ein Kurs nur ein paar Dollar kostet, während hier die Trainer 300-1000 Euro verlangen. Daher hat das in Deutschland oft den faden Beigeschmack der Abzocke. Von den Übungen funktioniert die mit dem Metronom am besten. Wer sich mal die Mühe macht und ein paar Stunden streng im Takt liest, der wird merken, dass man die Geschwindigkeit aller 30-60 problemlos um ca.10% erhöhen kann. Lesen ist wie Jonglieren, Tennisspielen oder Autofahren usw. – durch Üben kann man es schneller UND trotzdem besser machen. Nur kommt beim Lesen niemand auf die Idee ein Metronom zu verwenden um schneller zu werden, daher klingt das Thema für viele so abstrus.

  2. Sorry, kleiner Fehler im Text oben. Sollte heißen: …dass man die Geschwindigkeit aller 30-60 MINUTEN problemlos um ca.10% erhöhen kann.

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