Emotionale Intelligenz und Erfolg im Beruf: Empathie, der EQ und die Karriere

„Emotionale Intelligenz“ stammt als Begriff aus der Forschung von Jack Mayer und Peter Salovey, während er durch den Wissenschaftsjournalisten der „New York Times“, Daniel Goleman, auch außerhalb der Kenntnisnahme des Fachpublikums für einige Furore sorgte. 1995 erschien dessen gleichnamiges Buch, in dem er die Eckpfeiler der Fähigkeit, die eigenen Gefühle einschätzen und entsprechend handeln zu können, erläuterte.

Später folgte ein weiterer Band, der entscheidend für die Anwendung der Erkenntnisse für den Erfolg im Beruf sein sollte.

Emotionale Intelligenz nach Daniel Goleman

Emotionale Intelligenz gliedert sich demnach in die Bereiche des Verstehens, Beeinflussens und Umsetzens: Die eigenen Gefühle in einer Situation sollen erkannt werden und somit zu einem besseren Verstehen der eigenen Motivation führen, sie sollen kontrolliert und effizient eingesetzt werden können. Das Gleiche gilt auch im Rahmen der Empathie für die Gefühle der Menschen in der unmittelbaren Umgebung und für Beziehungen am Arbeitsplatz und zu Hause.

Für die Umsetzung der Erkenntnisse bei der Arbeit wird von Daniel Goleman vor allem die Führungsebene betrachtet. Erfolg im Beruf und der Werdegang in einem Unternehmen stelle sich nicht nur durch die gewohnte Intelligenz in Bezug auf wirtschaftliche, geschichtliche, mathematische oder naturwissenschaftliche Faktoren ein, sondern auch zu einem nicht zu unterschätzenden Teil durch die Fähigkeit, die Stimmungen, Gefühle und Motivationen von Mitarbeitern angemessen zu erkennen und entsprechend handeln zu können.

Einfühlungsvermögen als Schlüssel zum Erfolg im Beruf

Goleman weicht von Mayers und Saloveys Arbeit in einigen Punkten ab, was ihm nicht nur Lob, sondern auch nicht wenig Kritik vor allem von wissenschaftlicher Seite einbrachte. Besonders die in seinem Ansatz vorhandenen manipulativen Möglichkeiten scheinen hierbei den Argwohn der Kritiker zu wecken, wenn eben nicht nur die Fähigkeit von Managern und Vorgesetzten betrachtet werden, um ihre Mitarbeiter und Untergebenen durch positive Einwirkung auf Stimmung zu verstehen, sondern diese durch gezielten Einsatz zu lenken.

Emotionale Intelligenz ist als Konzept nicht neu: Eingebungs- und Einfindungsvermögen, die Fähigkeit, anderer Gefühle und Einstellungen zu analysieren, zu verstehen und zu nutzen, ist ein Grundkonstrukt menschlicher Beziehungen, die auch durch die großen Philosophen durchaus abgedeckt wurde. Neu an Golemans Ansatz ist vor allem die Neubewertung in einem Gebiet, dass sich traditionell mehr an Zahlen, Fakten und Statistiken orientiert und in dem emotionales Wissen, Einfühlung und die Komplexität von menschlichem Umgang in Verbindung mit Erfolg eher selten ins Gewicht fällt.

Bei aller angebrachten Kritik kann eine nähere Beschäftigung mit einem auf emotionaler Intelligenz basierenden Führungsstil nicht schaden, wenn man bedenkt, dass die meisten Mitarbeiter eines Unternehmens deutlich besser arbeiten, wenn sie sich emotional an ihre Arbeit gebunden fühlen und sie wichtiger nehmen, als lediglich der nächste Gehaltsscheck.

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