Small Talk lernen: Mit diesen Tipps gewinnen Sie Menschen für sich!

Vielleicht kennen Sie diese Situation ja auch. Sie sind auf einem Empfang und mit vielen weniger bekannten oder gänzlich unbekannten Personen konfrontiert.

Leichte Konversation ist nun gefragt. Wie gehen Sie am besten auf die Menschen zu und über welche Themen sprechen Sie mit ihnen? Wie sieht das mit Höflichkeitsformen aus, was ist gefragt? Guter Small Talk ist eine Kunst für sich. Werden Sie zum Spezialisten und gewinnen Sie so Menschen für sich.

Small Talk: So wirds gemacht!

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Einstieg

Zu allererst gilt es entspannt und offen zu sein. Ein Small Talk ist zwanglos und unverbindlich. Die Atmosphäre sollte immer angenehm und unaufgeregt sein. Gehen Sie unvoreingenommen auf Menschen zu und zeigen Sie Interesse an ihnen. Vergessen Sie nicht, dass andere an Ihrer Körpersprache viel ablesen können, ob bewusst oder unbewusst. Deshalb machen Sie sich locker und prüfen Sie Ihre innere Einstellung. Offenheit ist klar erkennbar und verschafft Ihnen Vorteile beim Gesprächseinstieg. Ihr Gegenüber wird Ihnen dann wohl gesonnen sein und gerne mit Ihnen reden. Aber worüber? Ihr Ziel sollte es sein möglichst schnell Gemeinsamkeiten zu finden, denn dann ergibt sich ein Gespräch von selbst. Eine gute Methode dazu ist die „Ankermethode„. Stellen Sie sich beispielsweise nicht kurz und bündig vor, sondern geben Sie in einem Satz mehr Informationen über sich Preis, Ankerplätze, die der andere nutzen kann. Nennen Sie, wenn es angebracht ist auch die Firma in der Sie arbeiten, sowie Ihre Aufgabe und verbinden Sie alles noch mit einer persönlichen Information über sich. Das könnte so aussehen: „Peter Müller, ich bin Techniker mit Leib und Seele bei der Firma XY.“ Ihr Gesprächspartner kann so auswählen, worauf er am liebsten reagieren möchte. Interessanterweise ist dies oft die persönliche Information. Bieten Sie also genügend Ankermöglichkeiten, übertreiben Sie aber auch nicht, sonst ist Ihr Gegenüber überfordert und Sie mutieren zum Dauerredner. Meist schüttelt man sich zu Beginn die Hände, es ist aber abhängig von der Art der Veranstaltung. Gehen Sie dabei nach Ihrem Gefühl und beobachten Sie andere.

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Während des Gespräches

Wichtig ist es bei unverfänglichen Themen zu bleiben. Polarisierendes wie Politik oder Religion sind keine Small Talk Themen. Denn damit kann die entspannte Stimmung schnell vorbei sein. Auch zu geschäftliches ist „heiß“. Schnell vergisst man sich und redet zu viel darüber oder achtet nicht mehr darauf, was man so sagt. Beginnen Sie positiv und bleiben Sie es auch. Über Negatives zu reden kann ins Auge gehen. Meist können Sie die Meinung Ihres Gesprächspartners nicht kennen und womöglich sieht er vieles anders als Sie. Es gibt wesentlich unverfänglichere Themen. Diese werden Sie erfahren, wenn Sie dem anderen aktiv zuhören und seine Ankermöglichkeiten nutzen. Zeigen Sie auch während des Gespräches durch Kopfnicken, Fragestellungen und Wiederholungen, dass Sie gut zuhören und Interesse haben. Das ist eine der wichtigsten Höflichkeitsformen, die oft unterschätzt und missachtet wird. Durch offene Fragestellungen animieren Sie Ihr Gegenüber ausführlicher zu antworten. So können Sie auch schwierigere, weil schweigsamere Gesprächspartner ein wenig mehr öffnen mehr zu erzählen. Nutzen Sie also eher W-Fragen (was, wie, wo,…), statt geschlossener Fragen, auf die mit Ja oder Nein geantwortet werden kann. Vermeiden Sie aber unbedingt das Fragewort „Warum?“. Denn dieses gibt das Gefühl einer Rechtfertigungspflicht und kommt gar nicht gut an.

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Gesprächsausstieg

Wie beenden Sie einen Small Talk nun am höflichsten? Sie möchten ja auch noch mit anderen Menschen sprechen. Übernehmen Sie Verantwortung für den anderen. Achten Sie also darauf, dass Sie niemanden alleine zurücklassen und einfach so gehen. Sie können Ihren Gesprächspartner noch jemanden anderen vorstellen und sich dann zurückziehen. Wenn bereits andere am Gespräch beteiligt waren ist dies ohnehin geklärt, weil dann jeder „versorgt“ ist. Wichtig ist es auch, sich für das Gespräch zu bedanken. Geben Sie  einen positiven Ausblick mit, indem Sie eine Fortsetzung ansprechen. „Das interessiert mich sehr, was Sie erzählt haben, vielleicht können wir uns ja noch einmal darüber unterhalten?“ Auch bei der Verabschiedung gilt es wieder dem Usus zu folgen. Ob dies ein Handshake ist oder ein kurzes Winken ist situationsabhängig. Wenn sie locker, entspannt und höflich sind, können Sie nur wenig falsch machen. Achten Sie auch auf die Reaktionen der anderen. Sollte jemanden etwas missfallen, werden Sie es schnell merken, wenn Sie aufmerksam sind. Wahre Gesprächskünstler haben vieles im Gefühl.

Schwierigkeitsgrad:  

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