Sitztanz: In der Gruppe feiern und jeder kann mitmachen

Im Sitzen können sich auch stark bewegungseingeschränkte Menschen rhythmisch bewegen und ihren Bewegungsapparat schulen. Während die traditionell rituellen Tänze eher auf dem Boden sattfinden im Schneidersitz oder auf den Knien, sitzt man beim therapeutischen Tanz meist auf einem Stuhl. Unter Senioren ist diese Art des Tanzens bereits sehr beliebt. Wir geben Ihnen einen kleinen Einblick in den Sitztanz.

Sitztanz: Was wird benötigt?

  • Stühle
  • Kissen
  • Bälle
  • Tücher
  • Musik nach Geschmack der Teilnehmer

 

Sitztanz: So wirds gemacht!

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So kann der Sitztanz zelebriert werden

Das schöne am Tanzen im Sitzen ist, dass sich jeder Teilnehmer nach seinen eigenen körperlichen oder persönlichen Bedürfnissen einrichten kann. Patienten, für die diese Bewegungsform ebenfalls genutzt wird, haben natürlich oftmals nicht die Auswahl wenn sie z.B. in einem Rollstuhl sitzen.

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Für wen der Sitztanz geeignet ist

Generell kann der Sitztanz von jedem auch ohne große Anleitung getanzt werden. Besonders geeignet ist er für Senioren bzw. für Menschen, die in ihrer Bewegung eingeschränkter sind. Das schöne daran ist, dass in der Gemeinschaft schöne Stunden verbracht werden können. Man kann sich bewegen ohne sich zu sehr anzustrengen und vor allem auch auf körperliche Einschränkungen eingehen.

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Sitztanz zu therapeutischen Zwecken

Vor allem wird diese Bewegungsmöglichkeit als therapeutische Maßnahme verwendet. Seit den 1980er Jahren wird er in der Altenbetreuung erfolgreich eingesetzt. Dabei kann nicht nur der Oberkörper im Zusammenspiel mit der Mimik und Gestik bewegt werden, sondern auch sogenannte Handgeräte können zum Einsatz kommen. Dazu zählen beispielsweise Bälle und Wedel, die für den Tanz mehr Ausdrucksmöglichkeiten zulassen. Mittlerweile gibt es einen zertifizierten Ausbildungslehrgang zum Sitztanzleiter beim Malteser Hilfsdienst. Ziele:

  • Schulung von Grob- und Feinmotorik der unteren/oberen Extremitäten
  • Förderung der Konzentration und Ausdauer
  • Förderung der Motivation
  • Steigerung des Selbstwertgefühls

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Darauf sollte bei Senioren geachtet werden

Senioren haben oftmals mit ihrer eingeschränkten Bewegung zu kämpfen und können daher nicht mehr so, wie sie gerne wollen und es aus ihrer Jugend gewohnt waren. Knochen- und Organprobleme machen den älteren zu schaffen. Viele leiden auch an Demenz oder ähnlichem, das erschwert es ihnen komplizierte Abfolgen zu erlernen bzw. zu behalten. Für sie eigent sich der Sitztanz deswegen ausgesprochen gut, weil die Bewegungsabläufe einfach sind. Es erinnert ein wenig an Gymnastik auf einem Stuhl, die aber aufgrund der Musik und den Ausdrucksmöglichkeiten durch Handgeräte wesentlich bunter und lebendiger gestaltet wird. Die Senioren erleben in der Gruppe ein miteinander, haben Spaß und können sich dennoch bewegen und sowohl ihre Muskeln in Anspruch nehmen als auch das Gedächtnis mit den Bewegungen fördern.

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Sitztanz zu rituellen Zwecken

Traditionell gibt es ihn in vielen Kulturen. Verbreitet ist er vor allem im südpazifischen Raum. Aber auch in  Schwarzafrika und im islamischen Nordafrika gehört er zur Tradition. Je nachdem wo man sich befindet werden natürlich unterschiedliche Bedeutungen in den Tanz gelegt. Beispielsweise wird das Erwachsenwerden dargestellt, es werden pantomimisch Tätigkeiten wie Fischfang oder Rudern nachgeahmt und vieles mehr.
Hierbei steht eher das miteinander und die Darstellung der eigenen Kultur im Vordergrund. Meistens wird das sitzende Tanzen zu bestimmten Anlässen zelebriert- dazu gehören Geburten, spezielle Feiertage oder ähnliches.

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Musikalische Untermalung

Nicht weniger wichtig ist neben den Sitzangeboten auch die Musik. Musik ist, wie viele von Ihnen sicherlich wissen, ebenso ein therapeutisches und rituelles Mittel und wird im Grunde immer mit Tanzen in Verbindung gebracht.
Doch welche Musik sollte gespielt werden?
Die Lieder sollte teilweise auf den Geschmack der Teilnehmer abgestimmt werden, aber eben auch Zielnützlich. Sollen sich die Teilnehmer beispielsweise entspannen, so sollte eher zu ruhigerer Musik gegriffen werden. Geht es darum, dass sich alle bewegen und gute Laune bekommen, dann darf auch gerne zu „rockigeren“ Songs getanzt werden.
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