Schweizer Volksabstimmung: Knappe Mehrheit für Beschränkung der Einwanderung

Viele sollen draußen bleiben – denn etwas mehr als die Hälfte der Eidgenossen möchten lieber unter sich sein. Das ist das Ergebnis einer Volksabstimmung vom 09. Februar 2014 in der Schweiz. 

50,3% Ja-Stimmen

Initiiert wurde die Abstimmung von der rechtsgerichteten Schweizer Volkspartei (SVP) – unter dem Motto „Gegen Masseneinwanderung“. Die Initiative setzt sich dabei für Kontingente und jährliche Limitierung von Zuwanderungen ein. Die Zusammensetzung der Kontingente soll dabei die gesamtwirtschaftlichen Interessen der Schweiz berücksichtigen. Bei Stellenausschreibungen sollen Schweizer Unternehmen den Bürgern des eigenen Landes den Vorzug geben. Die Initiative der SVP hat eine für die Schweiz recht hohe Wählerbeteiligung hervorgerufen: 56 Prozent der Schweizer machten zu diesem Thema am letzten Sonntag ihr Kreuz.

80.000 Einwanderer pro Jahr

Die Ursache der Initiative liegt in der gestiegenen Zuwanderung von Ausländern: Seit dem Fall von Schutzklauseln für den Schweizer Arbeitsmarkt waren seit 2007 im Durchschnitt 80.000 Menschen pro Jahr in die Schweiz eingewandert – zuerst aus den wohlhabenderen Ländern wie Deutschland, später aber auch aus ärmeren Regionen wie beispielsweise Bulgarien und Rumänien. Diese starke Zuwanderung scheint bei vielen Schweizern die Angst vor Überfremdung zu schüren, denn die Folgen sind im Land spürbar: Verknappung des Wohnraums in den Metropolen, Engpässe auf der Straße und in den öffentlichen Verkehrsmitteln, Ängste vor Lohndumping und Jobverlust auf dem Arbeitsmarkt – trotz einer anhaltend niedrigen Arbeitslosigkeit im Lande.

Foto: britta60 – Fotolia

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