Schwarze Schafe

Dabei sind die Schauspieler keine Unbekannten: Robert Stadlober, Marc Hosemann, Jule Böwe, Tom Schilling, Daniel Zillmann u.v.m. Auf die Frage, wie es Oliver Rihs gelungen sei so viele Schauspieler dazu zu bringen ohne Gage zu spielen, antwortete er: „Sie waren allesamt etwas gelangweilt von den immergleichen, politisch korrekten Produktionen und Produktionsweisen. Sie wollten auch mal wieder experimentieren und unkonventionelle Wege wagen. Und sie liebten die Stories, die wir ihnen vorgaben.“ Und das merkt man dem Film an.

Die Personen wirken glaubwürdig. Wir folgen Ihnen durch einen kurzen Abschnitt ihres Lebens. Schauplatz: Berlin. Was anfangs noch einigermaßen harmlos beginnt, steigert sich schnell zu immer vertrackteren Situationen. Für Happy-End-Liebhaber schon einmal vorweg: Es endet versöhnlich!

Fünf Episoden: Ein Hochstapler ohne Geld, der eine Karrierefrau verführt und die Liebe entdeckt. Eine Berlinerin, die sich trotz abgeschlossenem Studium als Tourguide verdingt, einen ständig besoffenen Freund hat und auf eine pikfeine ehemalige Kommilitonin trifft, die jetzt in München wohnt. Drei junge Türken, die nichts als Sex im Kopf haben. Zwei Satanisten, die eigentlich ganz brav sind. Und zwei junge Revoluzzer, die gerne kiffen.

Der Film ist bis auf wenige ausgewählte Farbtupfer schwarz-weiß gehalten und ermöglicht dem Zuschauer so eine gewisse Distanz zum Geschehen, für die man in einigen Szenen durchaus dankbar ist. So bleibt es ein Film, den man genießen kann, denn „der Zuschauer soll nicht kotzen – er soll lachen“, Zitat Oliver Rihs.

„Schwarze Schafe“ wird am 2. August erstmal nur in Berlin, Hamburg und München starten. Ich drücke die Daumen, dass er ab 30. August dann auch in möglichst vielen anderen Städten gezeigt wird, denn für mich ist Schwarze Schafe ein beide-Daumen-hoch-Film, den man gesehen haben muss!

Eine Meinung

  1. Meiner Meinung nach ein zutiefst ekelerregender, abstoßender Film, an dem bis auf ein paar kurze Szenen absolut nichts lustig ist. Es ist einfach schwer zu ertragen, wenn das Kinopublikum johlt, während eine demenzkranke, hilflose Frau von ihrem satanistisch veranlagten Neffen vergewaltigt wird. Ich bin sprach- und fassungslos!

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