Rundumschau KW14 Retrorock Spezial: Alabama Shakes, Sleepy Sun und U.S. Royalty

Alabama Shakes: Boys & Girls

Die Band aus Alabama vereint das Beste aus Rock und Soul, mit Brittany Howard haben die Alabama Shakes eine Sängerin, die im Stil der legendären Soul Größen durch die entspannten Rocksongs ertönt und dabei alle in ihren Bann zieht. Das Debüt der Band „Boys & Girls“ klingt wie aus den 60er Jahren heraus gebeamt und ist dennoch zu keiner Zeit redundant.
Dass die Alabama Shakes einmal mit Coversongs angefangen haben, mag man da kaum glauben, aber wenigstens waren es Led Zep, Otis Redding und James Brown, nichts also, wofür man sich schämen müsste. Dass sie mittlerweile ihre eigenen Sachen schreiben, ist alleine ob der Qualität ihres Debüts ein Glück für Retrofans, denn ob nun sinnliche Liebeslieder im Stil von Al Green („Rise to the Sun“) oder doch lieber knackigen Rock („Hold On“), ein schöneres Album kann man sich für den Frühlingsbeginn nicht wünschen.

[youtube wYEFh0jms-w]

Sleepy Sun – Spine Hits

Für deren US Tour begleiteten Sleepy Sun die Arctic Monkeys als Support, aber viel besser passen sie zu den Musikerkollegen The Black Angels, da sie doch eher in die Richtung des verschwurbelten Psychedelic Rocks gehen und damit auch an die jüngst von mir entdeckten Robert Jones erinnern (wenn auch weniger düster). „Spine Hits“ klingt dabei wüstenheiß und verkatert, also genau so, wie man sich eine Prise Wüstenrock wünscht.
Übrigens, im Mai sind sie für zwei Konzerte auch in Deutschland, das passiert gerade bei den nicht ganz so bekannten Bands eher selten, weshalb ein Besuch angeraten ist.

[youtube ptKdvPQfobA]

U.S. Royalty – Mirrors

Na gut, die Platte ist schon etwas älter und macht bereits seit 2011 ihre Runden, aber dafür, dass U.S. Royalty eine großartige Mischung aus psychedelischen Rock und Fleetwood Mac Melodieverliebtheit mit sich bringen, hat man einfach noch nicht genug von ihnen geredet.
Eine absolute Schande ist das, denn während „Monte Carlo“ tatsächlich aus der Feder von Stevie Nicks stammen könnte, rollt uns „The desert won't save you“ gefährlich entgegen und droht uns mit Gitarrengewittern. Dazwischen wird auch frech über die typischen Beziehungsprobleme gesungen, so etwa im Radiohit-verdächtigen „Fool to love“. „Mirrors“ ist von vorne bis hinten abwechslungsreich, stimmig und macht sehr viel Spaß, also auf zu Bandcamp und anhören.

[youtube bD51C-E6di0]

Schreiben Sie Ihre Meinung

Ihre Email-Adresse wird Mehrere Felder wurden markiert *

*

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.