Rollstuhl-Urlaub: darauf sollten Sie achten, wenn Sie barrierefrei reisen wollen

Es zählt schon fast zu den Grundbedürfnissen jedes Menschen: Reisen, neue Orte sehen und erkunden, Abenteuer erleben, neue Eindrücke gewinnen, neue Kulturen kennenlernen und neue Düfte zu schnuppern. Für Gehbehinderte kann ein Rollstuhl-Urlaub allerdings voll von Problemen und Hindernissen sein, wenn er nicht richtig geplant ist.

Rollstuhl-Urlaub: Was wird benötigt?

  • Spass
  • Abenteuerlust
  • Mut
  • Planungslust
  • Freude am Verreisen

 

Rollstuhl-Urlaub: So wird's gemacht!

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Welche Art von Reise soll durchgeführt werden?

Egal ob Abenteuerreise, Städtetrip, Wellness oder Badeurlaub. Es ist wichtig sich vorher Gedanken zu machen welche Art von Urlaubserlebnis man sich wünscht. Danach kann gezielt nach Angeboten gesucht werden. Notwendige Bedürfnisse, die aus der Behinderung resultieren, sollten im Vorfeld mit dem Reisebüroexpedienten genau abgeklärt werden. Dazu sind vergangene Reiseerfahrungen sehr wichtig und Probleme müssen offen kommuniziert werden, damit diese im nächsten Rollstuhl-Urlaub vermieden werden können und es am Ferienort keine bösen Überraschungen gibt. Informationen über die Ausstattung des Hotels, wie viel Treppen es zu überwinden gibt, ob ein Lift vorhanden ist und ob die Destination einen barrierefreien Urlaub bieten kann, sollten also vor Reisebeginn genau geklärt werden.

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Bus, Bahn oder Flugzeug? Die richtige Wahl des Verkehrsmittels!

Die richtige Verkehrsmittelwahl für einen Rollstuhl-Urlaub stellt viele Gehbehinderte noch immer vor ein schwer zu lösendes Problem. Im Personenbeförderungsgesetz heißt es dass „für die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs eine möglichst weitreichende Barrierefreiheit zu erreichen“ ist. Dennoch sind fast 75% der Bahnhöfe in Deutschland noch nicht barrierefrei. Spontanes Reisen ist daher für Gehbehinderte meist schwierig, dennoch gibt es z.B. in Berlin und anderen Großstädten einen kostenlosen Begleitservice, der seinen mobilitätseingeschränkten Fahrgästen Hilfe an Umsteigepunkten anbietet.
Plant man eine Flugreise müssen vorher genau die Bestimmungen der jeweiligen Airline recherchiert werden. Oftmals gibt es spezielle Abläufe am Flughafen und in der Luft, die unbedingt eingehalten werden müssen. Da es immer wieder zu Schwierigkeiten bei der Abfertigung am Flughafen mit Menschen mit Behinderung kommt, hat die Lufthansa in Zusammenarbeit mit anderen Airlines eine Fremec-Card eingeführt, womit die Abfertigung beim Check-In wesentlich erleichtert wird.

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  1. Ein Rollstuhl-Urlaub ist auf jeden Fall nicht unmöglich, wenn vorher umfassend Informationen eingeholt werden und genügend Vorbereitungszeit eingeplant wird. Spontanes barrierefreies Reisen ist leider oftmals noch ein wenig problematisch und sollte in Zukunft nicht nur von der Tourismusbranche als wirtschaftliches Potenzial erkannt werden, da von speziellen Angeboten z.B. auch werdende Mütter, ältere Menschen oder Personen mit vorübergehenden Unfallfolgen profitieren können, sondern als Selbstverständlichkeit angesehen werden.
  2. Hier finden man ein Video mit weiterführenden Informationen zum Thema.

Tipps und Hinweise

  • Zeit nehmen zum Planen und sich auf die Reise freuen.
  • Bei aufkommenden Hindernissen oder Problemen nicht verzagen. Es gibt immer eine Lösung für jedes Problem!
  Zeitaufwand: 5-999999 Minuten Schwierigkeitsgrad:  

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