Robocopy unter Windows 7 verwenden: Anleitung und Tipps

Windows 7 Robocopy ist für Hobby-User und Systemadministratoren gleichermaßen geschaffen. Inkrementelle Backups sind mit Leichtigkeit angelegt. Das sind solche Backups, die ausgehend vom letzten Speicherstand ein neues Backup erstellen.

Die Daten sind sehr platzsparend, das ist der Vorteil. Wenn ein Backup in der Reihe beschädigt ist, sind alle nachkommenden nutzlos, das ist der Nachteil. Für diese Fälle sollten Sie auch ein Vollbackup in der Hinterhand haben.

Windows 7 Robocopy: Anleitung

Windows 7 Robocopy ist eines von weitgehend unbekannten Tools, die schon im Lieferumfang von Windows enthalten und sehr praktisch sind. Ein anderes Beispiel ist DISM (Deployment Image Servicing and Management). Die Freeware Copyrite, die es für alle jüngeren Windowsversionen downzuloaden gibt, bietet Ihnen eine grafische Oberfläche für die Funktionen von Robocopy, welche die Bedienung zusätzlich vereinfacht.

Was die Befehle erzeugen, ist für beide Bedienungsweisen – Kommandozeile und Copyrite – gut zu wissen. Nachstehend ein Auszug mit Erläuterungen.

Windows 7 Robocopy : So wirds gemacht!

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Kommandozeilenfenster

Robocopy benutzen Sie, falls Sie nicht Copyrite verwenden, über die Eingabeaufforderung. Einfach in der Suchzeile des Startmenüs „cmd“ eingeben.
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robocopy ansprechen

Sie starten robocopy, indem Sie „robocopy“ in die Kommandozeile eingeben. Vor jeden weiteren Befehl für Robocopy müssen Sie ausdrücklich den Namen schreiben.
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Befehlsübersicht erhalten: /?

„/?“ ist eine Abfrage, welche Ihnen eine Übersicht über alle Befehle erteilt, mit kurzen Erläuterungen.
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Syntax

Die Syntax für alle Befehle lautet: robocopy [Quellverzeichnis] [Zielverzeichnis] /Befehl1 /Befehl2 /Befehl3 /…
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Daten spiegeln

Der Befehl /mir nimmt eine Spiegelung der Daten vor. D.h. Dateien werden aus dem Zielordner entfernt, welche im Quellverzeichnis nicht mehr stehen, und andere Dateien werden aktualisiert.
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Daten kopieren

Mit dem Befehl /copy entscheiden Sie, welche Dateiinformationen gesichert werden sollen. Es kann sein, dass Sie wünschen, die Überwachungsoptionen zu sichern oder gerade die Attribute der Dateien nicht speichern möchten. Die Buchstaben D, A, T, S, O und U stehen je für:

  • Dateiinhalt
  • Attribute
  • Zeitangaben (Erstellungsdatum, letzte Änderung)
  • Zugriffsrechte für NTFS ACLs
  • Besitzerinfo
  • Überwachungsoptionen

Standard ist DAT, anstatt /copy:DATSOU einzugeben, können Sie den Befehl /copyall verwenden.

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Wiederholungsversuche einstellen

Es kann beim Datentransfer immer vorkommen, dass der Vorgang abgebrochen wird. Für diesen Fall können Sie festlegen, wie lange zwischen zwei Vorgängen gewartet werden soll (/W:n, n steht für eine Sekundenangabe in Zahlen) und wie viele Wiederholungen eingeleitet werden sollen (/R:n, n steht für die Anzahl Wiederholungen).
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Dateitypen und Unterordner vor dem Backup filtern

Sie können Robocopy auftragen, bestimmte Unterordner oder Dateiformate nicht zu sichern.

  • /XF filtert Dateitypen heraus. Schreibweise: /XF *.doc
  • /XD filtert Unterordner heraus. Schreibweise: /XD C:WindowsSystem
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Backup im Hintergrund laufen lassen

  • Mit /MOT:n wird Robocopy nach n Minuten wieder aktiv.
  • Mit /MON:n wird nach n Änderungen in den Ordnern wieder automatisch aktiv.
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Logdateien anlegen

  • Mit dem Befehl /LOG: können Sie den Pfad für die Logdatei nach dem Doppelpunkt angeben. Logdaten sind zum Nachvollzug von Fehlern sinnvoll.
  • Mit /LOG+ schreiben Sie eine existierende weiter, welche Sie nach dem Doppelpunkt angeben. Das Dateiformat aller Log-Dateien ist *.log.

Tipps und Hinweise

  • Dateinamen, die Leerzeichen beinhalten, müssen Sie in Anführungszeichen setzen.
  • Alle Befehle sind miteinander kombinierbar.
  • Beispiel: robocopy C:WindowsSystem „E:Meine Windowssicherung“ /MIR /XF *.doc /mon:10

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