Red Hot Chili Peppers mit Brendan Mullen: Die Biographie der Band

Gerade zu Weihnachten häufen sich Best Ofs und Biographien aller Coloeur, selten darf man sich aber so sehr freuen, wie auf den gigantischen Red Hot Chili Peppers Bildband, der eine großzügige Sammlung an bisher unveröffentlichten Aufnahmen beinhaltet, vor allem aber ins Detail gehende Interviews der Band angefangen bei ihrer Jugend.

Interviews mit den Red Hot Chili Peppers

Interviewer und Freund der Band ist Brendan Mullen, der 1949 geborene, ehemalige Musikjournalist war eine der Schlüsselfiguren in der Punkszene in Kalifornien, wo er den Club „The Masque“ betrieb und später als Booker für diverse andere Clubs der Szene agierte.

Für die Red Hot Chili Peppers war er ein wichtiger Einfluss, da er ihnen zu ihren ersten Shows mit Koriphäen wie den Bad Brains verhalf. Die mit den Peppers gemeinsam erstellte Biographie wurde leider erst nach seinem Tod im Jahre 2009 veröffentlicht, der „I'm With You“ Song „Brendan's Death Song“, der von vielen Kritikern als Highlight des Albums gesehen wird, wurde übrigens dem Freund gewidmet.

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Mehr als nur Bandbiographie

Der Bildband ist großartig, angefangen mit der Bandgeschichte erzählen die Mitglieder in eigenen Worten und chronologisch zusammen gepuzzled über ihr Leben als Band, als Musiker und Musik-Begeisterte.

Die Anfänge als Funk-Punk Band bis zu den Castings, die die berühmte Kombo Flea, Kiedis, Frusciante und Smith zusammen führten, bis hin zu den individuellen, ersten Berührungen mit Musik, die Red Hot Chili Peppers Biographie ist genau das, was man unter einer guten Bandbio versteht; ausführlich, persönlich und nicht durch einen externen Autor verfärbt.

Entwaffnend ist auch die Ehrlichkeit, mit der vor allem Kiedis und Frusciante über ihre Drogenprobleme reden, während Kiedis in den 80ern seine niedrigsten Punkte hatte und einmal sogar aus der Band geworfen wurde, fand sich Frusciante in den 90ern in einer Position, als es scheinbar keinen Ausweg mehr gab und in der er kaum noch Musik spielte.

Beide erzählen ohne Beschönigungen, wie sie zu den Drogen kamen und wie es war, von ihnen weg zu kommen, zwar verarbeitet besonders Kiedis das auch auf einigen Songs, aber blumige Metaphern oder die harte Wahrheit, sind doch noch unterschiedlich.

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Bands, Freunde und der Punk

Vor allem die Fans der frühen Peppers dürften die Biographie lieben, denn man lernt viel über die befreundeten Bands, die Szene in der sie aufwuchsen und die Einflüsse, die sie zu dem inspirierten, was sie über die Jahre an die Menschen gaben. Dabei wird schnell klar, dass der Anfang viel von Freunden geprägt wurde, die der Band zu ihrem Erfolg verhalfen und sie selbst in ihren dunklen Stunden nicht aufgaben.

Normalerweise lese ich selten Bandbiographien, wozu gibt es Wikipedia, aber mit der Red Hot Chili Peppers Bio gibt es eine großartig bebilderte Chronologie der Bandgeschichte, der Musiker und ihrer Ambitionen in eigenen Worten, die auch nicht in wahllosen Zitaten zu wahllosen Themen auf einen Haufen geworfen werden, sondern in sich stimmig eine Geschichte erzählen.

Das Alles wird am Ende in einer Diskografie und einem Zeitstrahl zusammen gefasst, der vor allem diejenigen überraschen wird, die erst mit „Blood Sugar Sex Magic“ eingestiegen sind.

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