Private Haftpflichtversicherung: Was beim Abschluss zu beachten ist

Unachtsamkeit kann Sie teuer zu stehen kommen: Beschädigen Sie das Eigentum anderer oder verletzen Sie jemand, müssen Sie den Schaden begleichen. Das kann bei hohen Forderungen die Verbraucherinsolvenz bedeuten. Dieser Gefahr entgehen Sie mit einer privaten Haftpflichtversicherung.

Die wichtigsten Kriterien bei einer privaten Haftpflichtpolice

Beim Vergleich von Haftpflichtversicherungen sollten Sie Ihren Blick zuerst auf die Deckungssummen richten. Die Bandbreite reicht von einer Million Euro bis über zehn Millionen Euro. Das hört sich nach viel Geld an, aber insbesondere bei Personenschäden können enorme Kosten entstehen. Verantworten Sie einen Unfall, müssen Sie Klinik- und Reha-Kosten sowie entgangenes Einkommen aufgrund von Arbeitsunfähigkeit ersetzen. Dies kann sich rasch in Millionenhöhe summieren, deswegen sollten Sie eine Police mit mindestens drei Millionen Euro Versicherungssumme abschließen. Verfügen Sie über Kinder, sollten Sie erstens eine Familienhaftpflichtpolice unterzeichnen. Diese bezieht Schäden durch den Nachwuchs in den Versicherungsschutz ein. Häufig gilt er auch für volljährige Auszubildende und Studierende, teilweise bis zum 27. Lebensjahr. Ein Blick in die Details lohnt. Zweitens sollten Sie prüfen, ob ein Vertrag die sogenannte „Kinderschadensklausel“ beinhaltet. Nur mit dieser Klausel zahlt der Versicherer auch für Schäden, die Kinder unter sieben Jahren anrichten. Ohne diese Regelung verweigert die Gesellschaft die Übernahme, weil der Gesetzgeber Nachwuchs bis zu dieser Altersgrenze keine Deliktfähigkeit zuspricht. Ergo ist niemand für einen Schaden zur Verantwortung ziehen, außer wenn die Eltern ihre Aufsichtspflicht verletzt hätten.

 

Welche Zusatzleistungen sich empfehlen können

Darüber hinaus zeichnen sich einige Policen durch Schadensübernahmen in speziellen Fällen aus, die den Mindestschutz übertreffen. Diese Leistungen können Sinn machen:

– Forderungsausfallsdeckung: Sollten Sie der Geschädigte sein und der Verursacher kann mangels Vermögen und Versicherung Ihre Forderungen nicht begleichen, springt Ihre Assekuranz ein.
– Schlüsselverlust: Bei modernen Schließsystemen fällt ein hoher Rechnungsbetrag an, wenn Sie einen Schlüssel verlieren und darauf hin der Austausch der Gesamtanlage erfolgt. Diesen Schaden decken manche Versicherer sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich ab. Zweites ist ratsam, wenn Sie für Ihre Arbeitsstelle Schlüssel besitzen.
– Haustiere: Viele Versicherer schließen die Schäden zahmer Haustiere ein. Sie zahlen beispielsweise, wenn ein Katze auf der Terrasse eines Nachbarn eine Vase umstößt. Für Hunde und Pferde bedarf es allerdings einer extra Tierhalterhaftpflicht.
– Allmählichkeitsschäden: Manchmal treten Schäden erst im Laufe der Zeit auf, etwa durch austretende Flüssigkeiten oder gasförmige Substanzen. Policen mit dieser Leistung gewähren auch Versicherungsschutz, wenn zwischen Ursache und Bemerkung des Schadens Wochen oder Monate liegen.

Guten Schutz gibt es bereits für wenig Geld

Private Haftpflichtversicherungen für Singles erhalten Sie schon für rund fünfzig Euro im Jahr, die besten Versicherer bieten für solch preisgünstige Policen hohe Deckungssummen und umfangreiche Leistungen. Andere Angebote kosten dagegen weit mehr bei deutlich geringerem Schutz. Ein Vergleich der unterschiedlichen Versicherungen zahlt sich deshalb aus.

Bild 1.: Doc RaBe – Fotolia

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