Autoversicherung für Fahranfänger

Das erste eigene Auto ist für viele Menschen mehr als ein einfaches Fortbewegungsmittel: Es schafft Mobilität und Unabhängigkeit. Doch die Kosten dafür sind hoch: Während Fahranfänger sich meist mit einem preiswerten Gebrauchtwagen begnügen, sind die Versicherungen gnadenlos. Die Prämien verschlingen gerade bei Einsteigern viel Geld. Mit einigen Tipps lässt sich trotzdem sparen.

Führerscheinerwerb: Am besten möglichst früh

Wer seinen Führerschein macht und gleich danach ein Auto anschafft, zahlt bei den meisten Versicherern 240 Prozent des Grundtarifs – selbst bei günstig eingestuften Fahrzeugen sind das in jedem Fall mehr als 1000 Euro jährlich. Allerdings: Nach drei Jahren Führerscheinbesitz sinkt die Einstufung auf 120 Prozent, auch wenn kein Auto genutzt wurde. Wenn also der Kauf eines Autos noch nicht zu Debatte steht, sollte der Führerschein trotzdem erworben werden. Eine günstige Einstufung, die Verwandte durch jahrelanges Fahren erworben haben, lassen sich übertragen. Die Sache hat nur einen Haken: Der Verwandte verliert damit seine eigene, preiswerte Einstufung. Diese Übertragung ist also vor allem dann sinnvoll, wenn beispielsweise die Großeltern künftig auf ihr Auto verzichten wollen. Es können aber nur so viele Jahre angerechnet werden, wie der Fahranfänger selbst hätte erwerben können.

Zweitwagen der Eltern: Besonders günstige Konditionen

Eine beliebte Möglichkeit ist auch die Zulassung als Zweitwagen der Eltern. Im Idealfall kann die Schadensfreiheitsklasse auch auf dieses Fahrzeug übertragen werden. Vorher sollte man aber überprüfen, ob das Fahrzeug überhaupt von Fahrern unter 24 Jahren bewegt werden darf. Eventuell sind hier zusätzliche Gebühren zu zahlen. Außerdem besteht bei einigen Verträgen das Risiko, dass bei einem Unfall des Zweitwagens beide Policen hochgestuft werden. Ansonsten muss natürlich berücksichtigt werden, dass der Fahranfänger zwar seinen Wagen so günstig versichert, er aber früher oder später in den sauren Apfel beißen muss: Wird der erste Pkw auf seinen Namen versichert, sind hohe Beiträge zu entrichten. Wer ohnehin plant, seinen Einstieg in die Mobilität mit einem Motorrad zu wagen, sollte das ruhig tun. Denn besonders kleine Maschinen können auch für Anfänger sehr günstig versichert werden. Eine gute Einstufung kann auch für einen Pkw übernommen werden. Darüber hinaus hilft es vor allem, Versicherungen im Vorfeld umfangreich zu vergleichen. Das Angebot ist groß, die Preisspannen sind es auch. 100 Prozent Unterschied für dieselbe Leistung sind keine Seltenheit.

 

Fazit: Auch Fahranfänger können sparen

Auf den ersten Blick sind die hohen Prämien zur Kfz-Versicherung für einen Fahranfänger kaum zu tragen. Doch wer nicht sofort einen Pkw auf seinen Namen zulässt, kann viel Geld sparen. Schon der bloße Besitz der Fahrerlaubnis zahlt sich nach einigen Jahren aus. Weil die finanziellen Mittel junger Menschen ohnehin recht knapp bemessen sind, kann es auch sinnvoll sein, den Wagen zunächst als Zweitwagen eines Elternteils zuzulassen. Die günstigen Konditionen können dann übernommen werden.

Foto: Alexander Raths – Fotolia

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