Porsche 918 RSR: Hybrid-Auto mit noch leistungsstärkerem Antrieb

Der Porsche 918 RSR beweist, dass Hybrid-Autos nicht grundsätzlich langweilig sein müssen. Ganz im Gegenteil: Der V8-Motor wurde aus dem Direkteinspritzer des erfolgreichen RS-Spyder-Rennwagen weiterentwickelt und mobilisiert nun 563 PS bei beeindruckenden 10.300 Touren. Die Elektromotoren der beiden Vorderräder drücken jeweils 75 kW ab. Die kombinierte Antriebsleistung beträgt satte 767 PS bei. Die beim Bremsen gewonnene Zusatzleistung wird in einem Schwungmassenspeicher gespeichert und steht per Knopfdruck zum beschleunigen und Überholen zur Verfügung. Im 918 RSR erlauben die beiden Elektromaschinen sogenanntes Torque Vectoring mit variabler Antriebsmomentenverteilung. Dieser dynamische Allradantrieb steigert zusätzlich die Agilität und optimiert das Lenkverhalten.

Rennsport auf der Detroit Motorshow

Das auf der Detroit Motorshow präsentierte Coupe trägt wie sein offener Bruder einen vor der Hinterachse platzierten Mittelmotor. Die Kraftübertragung obliegt einem Renngetriebe, ebenfalls auf Basis des RS Spyder-Rennwagens. Dieses weiter entwickelte Sechsgang-Klauengetriebe mit längs liegenden Wellen und gerade verzahnten Stirnrädern – ein wenig lauter als ihre üblicheren schräg verzahnten Pendants – wird anhand zweier Schaltpaddles hinter dem Rennlenkrad bedient. Passend dazu kommen die nach schräg oben öffnende Türen, die Luftöffnung im Dach zwischen den Türflügeln, die Schnellverschlüsse an den CFK-Hauben, die beiden Dachantennen für Boxenfunk und Telemetrie, die kleinen seitlichen Front-Flics wie beim RS-Spyder oder die Luftsplitter unter der Frontlippe sowie Renn-Slicks auf 19-Zoll-Leichtmetallfelgen mit Zentralverschluss.

Traditionsbewusstes Design beim Porsche 918 RSR

Optisch greift der Porsche 918 RSR auf das Design klassischer Porsche-Langstrecken-Rennwagen wie 908 Langheck-Coupé (1969) und 917 Kurzheck-Coupé (1971) zurück. Beim 918 RSR mit seinem besonders leichten und verwindungssteifen Monocoque aus CFK dominieren muskulös ausgestellte Radhäuser, dynamischen Luftöffnungen und das kanzelartige Cockpit das flotte Äußere. Das sichtbare Lüfterrad zwischen den Ram Air-Ansaugstutzen und ein nicht allzu dezenter Heckspoiler unterstreichen zusätzlich die Funktion dieses mobilen Rennlabors auf der Detroit Motorshow. Der neu kreierte Lack „Liquid Metal Chromblau“ hebt den skulpturalen Schwung der Karosserie hervor, während die bei Porsche charakteristische Hybrid-Farbe Orange Bremssättel und Rennstreifen bemerkenswert akzentuiert.

3 Meinungen

  1. Was für eine Granate! Und immer schön an die Umwelt denken. Vielen Dank Porsche für euer Können

  2. Krasses Auto. Wenn es jetzt noch ordentlich wie ein Benziner brummt, würde man nicht erkennen, dass es sich um ein Hybrider handelt.

  3. Brummen wird der sicherlich – dafür sorgen die Porsche-Ingenieure schon selbst. Und wenn es eben per MP3 eingespielt werden muss, aus den good old times.

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