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    Start » Pepperoni oder Peperoni?
    Wörter

    Pepperoni oder Peperoni?

    15. Januar 2011Updated:14. Oktober 20264 Minuten Lesezeit

    Da haben uns die „Red Hot Chili Peppers“ aber ins Boxhorn gejagt, da geht man davon aus, dass sich das einfach ins Deutsche übersetzen lässt und schreibt es lustig „Pepperoni“, dabei kommt unser Wort aus dem Italienischen und dort schreibt es ohne Doppel-„p“.

    Die Peperoni hat es in sich

    Eigentlich könnte man sie auch „Paprikaschote“ nennen und würde damit keinen Fauxpas begehen, aber da die Paprika hierzulande doch eher mit der ganz bestimmten, milden Sorte in Verbindung gebracht wird, spart man sich die Diskussionen und nennt die scharfe Variante „Peperoni“. Bestellt man übrigens auf Englisch eine Peperoni, so bekommt man eine italienische Wurst. Wie verwirrend Sprache doch sein kann.

    Wer den Geschmack mag, aber sich so ungern die Zunge verbrennt, der sollte vor der Zubereitung die Samen aus der Schote entfernen und das Gericht (Chili o.Ä.) mit Milchprodukten anreichern, da diese die Schärfe im Fett binden.
    Sowieso hilft Milch (niemals Wasser), wenn die Zunge brennt. Übrigens muss man sich bei der Flammenwut keine Sorgen darum machen, dass die Geschmacksrezeptoren bei Unmengen an Chili verloren gehen, denn die werden dabei gar nicht beansprucht.

    Die Paprikaschote und ihre Fans

    „Chiliheads“ werden die Schärfefanatiker genannt, denen es gar nicht scharf genug sein kann und die die Peperoni verehren. Für die meisten ist diese Art zu würzen ja etwas dubios, immerhin schmeckt man so wenig, wenn der Mund in Flammen steht.

    „Chiliheads“ könnte man eigentlich auch die ganz großen Fans der Red Hot Chili Peppers nennen, die kann man auch genießen, ohne dass man das Glas Milch daneben stehen haben muss.

    Fünf scharfe Rezepte mit Pepperoni:

    Pepperonis gehören zu den Paprikas, die botanisch als capsicum bezeichnet werden. Im Gegensatz zur Gemüsepaprika, die in der deutschen Küche oft Salaten beigefügt beziehungsweise gefüllt und geschmort werden, sind Pepperonis sehr scharf und werden hauptsächlich zum Würzen verwendet.

    Ideal für Vorspeisen:

    1. Der Klassiker unter den Vorspeisen sind gefüllte Pepperonis, die man in Öl eingelegt auch kaufen kann. Sie lassen sich jedoch auch sehr schnell selber machen. Dazu benötigt man: längliche Pepperonischoten, 300g Schafskäse, 150ml Sahne, 4 Knoblauchzehen, Petersilie und Thymian nach Geschmack, etwas Salz und Öl zu einlegen. Schafskäse, Sahne, Knoblauchzehen, Salz und Gewürze werden gut gemischt, die Pepperoni gefüllt und das Ganze in Öl eingelegt.

    2. Wer lieber eine warme Vorspeise servieren möchte, der kann das Rezept ein wenig abwandeln. Dazu werden Pepperonischoten mit einer Mischung aus 200g Schafskäse, 2 Knoblauchzehen, 1 Ei, 1 geriebenes Brötchen vom Vortag beziehungsweise ein wenig Paniermehl, Salz und Pfeffer nach Geschmack gefüllt. Die gefüllten Schoten mit 6 EL Olivenöl beträufeln und im Backofen bei 175 Grad (Umluft 160 Grad) etwa 10 Minuten rundherum bräunen. Wenn Sie die Gäste erwarten, die nicht so gerne scharf essen und empfindlich auf Capsaicin reagieren, dann können Sie auch eine Paprika auf diese Art füllen.

    Mit und ohne Fleisch genießen:

    3. Aus Pepperonischoten lassen sich hervorragende Marinaden für Grillfleisch zubereiten. Dazu werden je nach Fleischmenge und gewünschter Schärfe Pepperoni, Pflanzenöl, Salz, Pfeffer, Paprika, Knoblauch und ein wenig Limettensaft vermischt und Fleisch oder auch Meeresfrüchte darin eingelegt.

    4. Wer unempfindlich gegenüber Capsaicin, ist, der kann sich auch eine scharfe Sauce (Zhug) aus 5 grünen Pepperonis, 3 Knoblauchzehen, 2EL Wasser, 3/4TL Salz, etwas Pfeffer, Kreuzkümmel und Kardamon herstellen. Alle Zutaten mit einem Pürierstab mixen.

    5. Eine Herausforderung für den europäischen Gaumen sind gegrillte Pepperonischoten. Dazu werden die Schoten in eine Auflaufform gegen und mit Öl eingepinselt. Feine Brötchenkrümel werden mit 2 ausgepressten Knoblauchzehen, etwas Salz, Pfeffer, Paprikapulver und ein Spritzer Zitronensaft verrührt. Die Mischung wird über die Schoten gegeben und das Ganze im Backofen auf Stufe „Grillen“ bei 200 Grad für 10 Minuten gegrillt.

    Nicht nur gesund, sondern auch heilsam

    Eine Pepperoni wie auch eine Paprika enthalten viel Vitamin C und zahlreiche Mineralien bei nur wenig Kalorien. Zudem wirken die Früchte (Capsicum frutescens oder chinese) antibakteriell und anregend für den Kreislauf.

    Weiterführende Links:

    http://www.chiliheads.de/

    http://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article1705453/Wie-nimmt-die-Zunge-Schaerfe-wahr.html

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