Nordkorea goes online und we go shopping, Homeshopping …

Man kann kaum geteilter Meinung sein über Nordkorea oder, wie sich der im Juche-Zeitalter lebende Staat lieber nennt, Demokratische Volksrepublik Korea oder kurz KDVR.

Das Land öffnet sich aber trotz der teilweise herrschenden Steinzeitverhältnisse gegenüber modernen Techniken. So betreibt die hier im Blog schon vorgestellte Koreanische Nachrichtenagentur KCNA eine eigene Website. Die taugt zwar nicht zur Information, aber wenigstens zur Belustigung. Beispiel gefällig: Die Agentur informierte die Welt über einen Namensartikel der Parteizeitung Rodong Sinmun. Dort heißt es etwas übertrieben: „Um die Nahrungsmittelproduktion zu erhöhen,  unternimmt die DPRK eine Vielzahl praktischer und wirkungsvoller Maßnahmen einschließlich gewaltiger Anstrengungen bei gigantischen Renaturierungsprojekten wie Landwiedergewinnung und Aufbau von Wasserstrassen, bei strenger Einhaltung der Grundregeln der richtigen Ernte zur rechten Jahreszeit und des richtigen Anbaus auf geeigneten Böden in der landwirtschaftlichen Produktion sowie eine breite Anwendung modernster landwirtschaftlicher Technologien und Methoden." Gute Nachricht-gute Seite.

Zwar leben wir im Informationszeitalter – kein Grund, nicht trotzdem direkt nach Nordkorea zu reisen und sich vor Ort zu informieren. Nächste Möglichkeit voraussichtlich August 2006. Ist doch klar wegen der Planungssicherheit und so. Buchungen können direkt bei der Korean Friendship Association vorgenommen werden. Man kann aber auch auf die wunderschön gestaltete Seite des Fremdenverkehrsamtes Nordkoreas gehen, was zwar zu keiner Reise führen wird, aber einen weiteren Einblick in nordkoreanische Musikgeschmäcker gibt. (Den Tophit kann man sich auch für den heimischen PC sichern, einfach hier speichern unter wählen).

 
Wer dann tatsächlich noch immer nach Nordkorea will, wird um die gefürchtete Fluggesellschaft Air Koryo nicht herumkommen. Testbericht hier.

Bleibt noch meine persönliche Lieblingsrubrik: Für alle, die derzeit auf gar keinen Fall nach Nordkorea wollen, bietet die KDVR die Möglichkeit, sich nordkoreanisches Flair nach Hause zu holen. Im staatseigenen E-Shop kann man alles bestellen, was das stalinistische Herz begehrt. Besonders begeistert bin ich vom Geburtstagsvideo für Kim den Zweiten. Aber auch die zahlreichen Musik-CDs erwärmen mir das Herz.

Nur dumm, dass es jetzt das UN-Embargo gibt! Das gilt wohl auch für Homeshopping.

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