Nach G20: Drohen der Roten Flora politische Konsequenzen?

Nach G20: Drohen der Roten Flora politische Konsequenzen?

Die Rote Flora im Hamburger Schanzenviertel gilt als eine der größten linksautonomen Hochburgen in Europa. Nach den Ausschreitungen am vergangenen Wochenende fordern einige politische Lager, dass sich im Schanzenviertel etwas ändern müsse und über Konsequenzen, bis hin zur gewaltsamen Räumung des ehemaligen Theaters nachgedacht würde. Hamburgs Oberbürgermeister Olaf Scholz lehnt eine „übereilte Entscheidung“ ab.

Rote Flora weiterhin in der Kritik

Wie der Norddeutsche Rundfunk (NDR) berichtet, hagelt es Druck und Kritik aus den politischen Lagern der Hamburger CDU und AfD. Beide Parteien fordern Konsequenzen und verlangen die Schließung. Die FDP fordert, „die linksextremistischen Strukturen in der Roten Flora auszutrocknen“. SPD und Grüne wollen nichts überstürzen, distanzieren sich aber von dem linksautonomen Zentrum im Hamburger Schanzenviertel. Vielen ist die seit Jahrzehnten besetzte Rote Flora ein Dorn im Auge.

Der Rote-Flora-Anwalt Andreas Beuth distanziert sich ebenfalls von den Gewaltexzessen im Rahmen des G20-Gipfels. Das linksautonome Zentrum wolle sich für die betroffenen Geschäfte einsetzen und so den Opfern der Krawalle im eigenen Viertel helfen. Zwar habe er und Autonome generell eine „gewisse Sympathien für solche Aktionen, aber bitte doch nicht im eigenen Viertel, wo wir wohnen“, so Beuth. Es darf allerdings nicht sein, „dass die Rote Flora zum alleinigen Sündenbock erklärt wird“.

Sonderurlaub und musikalische Belohnung für Hamburger G20-Polizisten

Während des G20-Gipfels waren etwa 20.000 Polizisten aus ganz Deutschland in Hamburg im Einsatz. Durch die Zerstörungsorgie wurden fast 500 von ihnen teils schwer verletzt. Die meisten Beamten absolvierten sehr lange Schichten, gingen an Ihre Belastungsgrenze und schliefen nur wenige Stunden pro Nacht. Wermutstropfen für die tatkräftigen Polizisten aus den Bundesländern Berlin, Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und dem Saarland: Alle am G20-Gipfel beteiligten Polizeibeamten erhalten drei Tage Sonderurlaub.

Nicht nur ein Großteil der Bürger, auch die Hamburger Elbphilharmonie bedankt sich bei den Einsatzkräften für Ihre Dienste und lädt Polizisten, die beim G20-Gipfel im Einsatz waren, zu einem Sonderkonzert ein, wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtet. Der große Konzertsaal mit 2.000 Plätzen soll am kommenden Donnerstag komplett für die Beamten und Ihre Partner reserviert werden. Zudem luden bereits mehrere Hotels Polizisten zu kostenlosen Übernachtungen nach Hamburg ein.

Bildquelle: Screenshot von spiegel.de

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