Muscle Cars im Film

Womit wir im direkt im Geschehen wären: Steve McQueen im grünen Mustang GT alias Lt Frank „Bullitt“ müht sich 1968, die Ganoven im Dodge Charger des gleichen Baujahrs zu verfolgen. Dank eines Fahrfehlers rauscht der schwarze R/T der beiden Mafiosi in eine Tankstelle und verbrennt dort laut hupend. Ford Mustangs und Dodge Charger sollten darauf hin die mobilen Hauptrollen in kostspieligen Verfolgungsjagden übernehmen. So auch in „Gone in 60 Seconds“ von 1974: Der vierrädrige Hauptdarsteller ist ein gelber Mustang der zweiten Generation. Davon inspiriert schusterte Quentin Tarantino der Girlie-Gang in „Deathproof“ ein ähnliches Modell zu, Stuntman Mike darf unter anderem einen schwarzen Charger der zweiten Baureihe pilotieren.

Ford Mustang für die Guten, Dodge Charger für die Bad Guys

So setzt es sich fort: Die Supermarkterpresser in „Dirty Mary Crazy Larry“ von 1974 fahren natürlich auch Charger, ebenso der Hauptkonkurrent des kürzlich verstorbenen David Carradine in „Cannonball“. Letzterer jagte im Klassiker von 1976 seinen ’70er Pontiac Firebird Trans Am bsi zum Exitus durch Amerika und wechselte dann auf einen getunten ’69 Mustang über. Ähnlich verhält es sich im „Gone in 60 Seconds“-Remake von 2000, als Nicolas Cage  mit einem ’67 Mustang Shelby GT 500 L.A. unsicher macht. Auch Roger Moore vertraute in „Diamantenfieber“ als James Bond auf Ford und verwüstete mit einem ’71 Mustang Mach1 einen Parkplatz. Von maximal halb  wissentlich bösen Bengeln, aber mit maximaler Bekanntheit gesteuert, fuhr sich der orange Dodge Charger in „Dukes of Hazzard“ in die Herzen der Zuschauer.

Mopar-Filmstars aus dem Hause Chrysler

Nicht Starwars, sondern Carwars hieß es auch in „Vanishing Point“ Barry Newman zeigt hier mit einem weißen Dodge Challenger, wer Chef auf der Straße ist. Das gelang ihm so beeindruckend, dass es 1997 ein TV-remake gab, in dem der Sheriff – Bad Guy – seinen schwarzen Charger zur Verfolgungsjagd nutzt („It takes a Mopar to catch a Mopar“). Auch Tarantino zollte dem Original von 1971 Tribut, indem er mit einem weißen Challenger sein Werk „Deathproof“ bereicherte. Für die Unwissenden: Alle Konzernmarken von Chrylser werden übergreifend als „Mopar“ bezeichnet.

Vollgas-Junkies vor der Flimmerkiste

Doch auch die Muscle Cars von General Motors, besonders die der gerade eingestellten Marke Pontiac, sorgten für cineastische Action. So brettert John Wayne mal nicht als Cowboy, sondern als Cop 1974 in „McQ“ mit seinem grünen, an den Bullitt-Mustang angelehnten ’73 Firebird Trans Am durch die Straßen von Seatlle. Auch Warren Oates wusste, worauf er setzte, als er im 1971 erschienen „Two Lane Blacktop“ im gelben ’70 GTO „The Judge“gegen Dennis Wilson im ’55er Chevrolet 1-50 antritt. Auch im wortkargen Actionthriller „Driver“ von 1978 kommen Pontiac Firebirds zum Einsatz, sie dienen dort professionellen Fluchtwagenfahrern. Nicht unerwähnt soll die „Smokey and the Bandit“-Trilogie mit Burt Reynolds am Steuer verschiedener Trans Ams bleiben, hierzulande als „Ein ausgekochtes Schlitzohr“ gezeigt.

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