Mund auf: So verlieren Kinder die Angst vorm Zahnarzt

Mund auf: So verlieren Kinder die Angst vorm Zahnarzt

Steht bei Ihrem Nachwuchs der erste Zahnarztbesuch an? Dann nehmen ihm die Aufregung! Kein Kind sollte mit einem unguten Gefühl zum Zahnarzt kommen, zumal bei den ersten Terminen in der Regel nur eine Untersuchung ansteht und keine Behandlung. Mit diesen Tipps wird Ihr Sprössling angstfrei auf dem Stuhl Platz nehmen!




  • Vorsorgetermine wahrnehmen: Der halbjährige Check-Up dient der Kontrolle. Wenn Sie ihn regelmäßig wahrnehmen, wird der Zahnarzt außer einer kurzen Prüfung wenig unternehmen müssen. So kann Ihr Kind auch Vertrauen zum Zahnarzt aufbauen.
  • Keine eigenen Ängste projizieren: Auch wenn Sie jedes Mal selbst vor dem Zahnarztbesuch zittern: Stellen Sie einen solchen Termin als etwas Normales und Selbstverständliches hin und übertragen Sie diese Ruhe auf das Kind. Sätze wie „Herrje, ich muss ja wieder zum Zahnarzt!“ sind natürlich ganz falsch!
  • Nehmen Sie Ihr Kind zum Ihrem Termin mit: Lassen Sie Ihr Kind sehen, wie Sie selbst guten Mutes zum Zahnarzt gehen. Das überzeugt mehr als alle großen Worte. Ein solches Vorgehen ist allerdings nicht zu empfehlen, wenn bei Ihnen selbst eine Wurzelbehandlung oder ähnliches ansteht.
  • Nicht vorher trösten: Ein Satz wie „Es tut bestimmt nicht weh“ löst bei Kindern eher Ängste aus, da er zwischen den Zeilen dem Kind zu verstehen gibt, es gibt doch einen Grund, Angst zu haben.
  • Kuscheltier mitnehmen: Das geliebte Kuscheltier an der Seite lässt jedes Kind gleich viel mutiger werden.
  • Gewisse Begriffe vermeiden: Worte wie „Bohrer“ oder „Spritze“ verfehlen ihre Wirkung bei Kindern nicht – sie klingen bedrohlich und furchteinflößend. Erklären Sie Ihrem Kind kindgerecht, dass ein Bohrer etwa nicht wie eine Bohrmaschine funktioniert, sondern nur weiches Material aus dem Zahn holt.
  • Keine Notlügen: Wenn tatsächlich eine schmerzhafte Prozedur ansteht, versuchen Sie nicht das Kind mit Notlügen wie „Es wird gar nicht wehtun“ zu beruhigen. Wenn die Behandlung dann eben doch schmerzt, ist es um das Vertrauen zu Ihnen, zumindest was den Zahnarzt betrifft, dahin.
  • Keine Vorwürfe: Auch wenn Ihr Kind sich weigert, den Mund aufzumachen und deshalb ein neuer Termin vonnöten ist – setzen Sie eine gute Miene auf! Wichtig ist, dem Kind das Gefühl zu geben, es wird zu nichts gezwungen. Wenn es mit der Zeit Vertrauen aufbaut, kommt der Rest von alleine.
  • Lassen Sie den Zahnarzt machen: Ein guter Kinderzahnarzt kann Prozeduren kindgerecht erklären und ist geübt darin, Kinder auf dem Stuhl zur Mitarbeit zu motivieren. Wenn Sie sich auch noch einmischen, prasselt zu viel auf das Kind ein und es wird eher noch ängstlicher oder unkooperativer.
  • Belohnung erlaubt: Loben Sie Ihr Kind, wenn es den Mund bei der Vorsorge aufgemacht hat. Und belohnen Sie es, wenn es eine unangenehme Behandlung überstanden hat – beispielsweise mit einem Ausflug in den Zoo.


Img: Thinkstock, 464221517, iStock, romrodinka

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