Mit wehenden Fahnen ins Verderben

Letztendlich ist der FC mit wehenden Fahnen in sein Verderben gerannt. Zu Beginn war die Truppe völlig übermotiviert nach vorne gerannt, allerdings ohne einen echten Plan, ein System erkennen zu lassen. In der Abwehr verteilten sie dafür Einladungen zum Tore schießen.
Als es dann plötzlich 0:2 stand, überboten sich die Kölner in Lethargie und Verzagtheit. Mitte der zweiten Halbzeit wurde dann offensichtlich, dass der FC keine Chance haben würde, dieses Spiel noch zu drehen. Zu konzeptlos sie selbst, zu souverän die Duisburger.

Als sich das Bewusstsein, keine Chance zu haben unter den Kölnern verbreitete, versuchten sie es nochmal mit ruppigeren, teils unfairen Mitteln. Als sich auch das als sinnlos herausstellte, war´s dann vorbei mit der Gegenwehr. Alpays gelb-rote Karte setzte den Schlusspunkt unter die Bemühungen des FC.

Das 3:0 durch Lavric legte dann nochmal den Hebel beim Publikum um. Die einen- gut die Hälfte- gingen nach Hause, die anderen nutzten die Chance, die eigenen Aufstiegshoffnungen zu begraben. "Nie mehr, nie mehr erste Liga".

Davor entlud sich der Frust des Publikums auf Schiri Sippel. Der hatte die Partie zwar nicht immer optimal im Griff, entschied aber meistens richtig und immer vertretbar. Dass er als Sündenbock herhalten musste, lag also wohl eher daran, dass man die Mannschaft beim ersten Spiel des neuen Trainers nicht auspfeiffen wollte.

Die Mannschaft hat sich so sehr bemüht die Forderungen Daums umzusetzen, dass sie völlig vergessen hat, dass das Spiel nicht nur aus Emotion, sondern eben auch Abgeklärheit besteht.
Ein Beispiel: Ende letzter Woche beschwerte sich Daum, seine Mannschaft sei zu brav, er brauche mehr Sauhunde.
Gut, in der zweiten Halbzeit haben sie sich streckenweise tatsächlich wie Sauhunde aufgeführt und dabei völlig das Augenmaß verloren.
Mit allerlei kleinen Tricks hat der Coach der Truppe Selbstbewusstsein eingeflößt. Dabei war sie aber offensichtlich nicht auf einen Rückschlag vorbereitet. Das 0:1 brach ihnen nämlich schon früh das Genick.

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