Mit Resident Evil: The Mercenaries 3D die Handheld-Konsole erobern

Resident Evil: The Mercenaries 3D ist die erste Umsetzung des Survival-Horror-Shooters für den Nintendo Handheld. Mit einer USK 18 ist klar, hier wird – wie auch schon bei den Konsolenumsetzungen – wenig an Blut gespart. Der Missbrauch der liebevollen Entertainment-Maschine für Kids und Familie als stumpfe Gewaltorgie, die es aus Mangel an grafischer Leistung nicht schafft, die Schwächen in der Handlung auszugleichen und ein trauriges Bild einer 15-jährigen Legende abgibt.

Das Resident Evil: The Mercenaries 3D Dilemma

Resident Evil ist inzwischen zum Pseudonym für Horror-Action geworden, nicht nur im Kino, sondern auch auf praktisch allen Konsolen. Capcom wollte mit der Markteinführung des Nintendo 3DS wohl die Publicity nutzen und einen lupenreinen Start für die Handheld-Umsetzung garantieren. Dass man aber reichlich schnell und unüberlegt gehandelt hat, sieht man an der Umsetzung. Noch weniger als keine Handlung, bei der wir nicht annähernd wissen, warum wir überhaupt irgendetwas in dem Spiel tun. Für den N3DS verhältnismäßig schwache Grafik und ein 3D-Effekt, der keiner ist. Erinnerungen, die wir schon von Kinofilmen gewohnt sind. Lieblos geschaffene 3D-Filme, wo der eigentliche 3D-Effekt im Nachhinein eingebaut wurde und somit nicht das wirkliche Potenzial entfaltet. Hinzu kommen die nicht durchdachte Gesamtgestaltung und die nervige Touchscreen-Steuerung. Es geht nur darum, einen Hype mitzunehmen, solange er noch frisch ist. Wir leben in schnelllebigen Zeiten.

Charaktergestaltung, Mehrspieler-Modi und Release

Sechs Charaktere stehen uns zur Auswahl. Mit ein paar Anpassungen ziehen wir auch schon in den Kampf. Der obere Bildschirm bietet die Darstellung der Kampfhandlung, während der untere Bildschirm für das Inventar und erweiterte Informationen herhält. Wem es auf Dauer zu langweilig wird, gegen die Horden von Untoten anzutreten, der kann sich mit einem Mitspieler über die WLAN-Schnittstelle verbinden und im kooperativen Modus Gegner abschlachten. Die Luft dürfte dennoch schnell raus sein. Eine Endlosschleife aus schlecht animierten Gegnern und ebenso eintönigen Heldencharakteren, die am Ende alle das gleiche machen und eher optische Kosmetik sind und für die Statistik herhalten dürfen. Immerhin kann man sagen, es gibt sechs Charaktere zur Auswahl, verkauft sich einfach besser.

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Geschlachtet werden kann das digitale Gammelfleisch bereits im Handel. Selbst Reesident Evil Fans sollten von einem Kauf absehen, selbst ein Duke Nukem Forever kann mit seiner hirnlosen Ballerei mehr Spielspaß entlocken als Resident Evil: The Mercenaries 3D!

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